Politik

Mord in Freiburg: Oberbürgermeister Salomon warnt vor Pauschalurteilen

Lesezeit: 1 min
03.12.2016 21:48
Der Freiburger Oberbürgermeister Salomon warnt nach dem Mord an einer Studentin vor Pauschalurteilen gegen Flüchtlinge.
Mord in Freiburg: Oberbürgermeister Salomon warnt vor Pauschalurteilen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ein Mord in Freiburg im Breisgau scheint aufgeklärt zu sein. Die offenbar gelungene Aufklärung des Mords an einer getöteten 19 Jahre alten Studentin ist nach Meinung des Freiburger Oberbürgermeisters Dieter Salomon (Grüne) wichtig für die Stadt. "Dieser Fahndungserfolg ist wichtig für den weiteren Umgang mit solchen Ereignissen und für das Sicherheitsgefühl in der Stadt", teilte Salomon am Samstag mit. Er lobte laut dpa die Ermittler. "Es ist ein großer Fahndungserfolg der Polizei, dass sie diesen grausamen und schrecklichen Mord so schnell aufklären konnte." Salomon sagte im SWR, es sei wichtig für die Familie des Opfers zu wissen, wer der Täter sei.

Salomon sagte, die Tatsache, dass der mutmaßliche Mörder ein Flüchtling sei, sei "Wasser auf die Mühlen derer, die immer schon wussten, dass Flüchtlinge böse Menschen sind", so Salomon im SWR. Salomon sagte, man dürfe die "Herkunft des Täters nicht für Pauschalurteile heranziehen, sondern den Einzelfall zu betrachten".

Sieben Wochen nach dem Mord an einer Medizinstudentin in Freiburg sitzt nun ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Es handelt sich um einen 17jährigen unbegleiteten Flüchtling aus Afghanistan.

Die Badische Zeitung berichtete vor der Aufklärung des Falls von einem großen Unsicherheitsgefühl vor allem bei Frauen in Freiburg im Breisgau.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Die deutsche Wirtschaftskrise ist eine Chance für Start-ups
24.02.2024

Die Berliner Unternehmerin Julia Derndinger spricht im exklusiven DWN-Interview über den aktuellen Zustand der deutschen Gründerszene,...

DWN
Finanzen
Finanzen EU-Vermögensregister und Bargeldbeschränkungen: Risiko für Anleger
23.02.2024

Das EU-Vermögensregister gehört derzeit zu den größten Risiken für Anleger. Daher ist es wichtig, sich jetzt zu überlegen, wie man...

DWN
Technologie
Technologie Googles KI generiert nach zu viel Diversität keine Bilder von Leuten
24.02.2024

Google lässt seine KI-Software Gemini vorerst keine Bilder von Menschen mehr erzeugen, nachdem sie Nutzern nicht-weiße Nazi-Soldaten und...

DWN
Politik
Politik UN-Chef Guterres: Höchste Zeit für Frieden in der Ukraine
24.02.2024

Zwei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat UN-Generalsekretär António Guterres ein Ende der Kämpfe verlangt - und eindringlich vor...

DWN
Politik
Politik Dringend: Deutschlands Wirtschaft fordert Steuerreform
24.02.2024

Führende Industrieverbände fordern steuerpolitische Reformen: Sie präsentieren ein Spektrum an Maßnahmen, von der Senkung der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Regeln für den Onlinehandel in der EU - was jetzt zu beachten ist!
24.02.2024

Wer Onlinehandel betreibt, läuft Gefahr, in eine Abmahnfalle zu geraten. Dies kann aus Unwissenheit passieren oder wenn Fehler...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Können Kasachstan und Aserbaidschan russische Energie ersetzen?
23.02.2024

Aserbaidschan und Kasachstan sollen als Folge des Ukrainekrieges zu wichtigen Energieversorgern Deutschlands und der EU werden. Doch wie...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Wunderwaffen gibt es nicht
23.02.2024

Im Ukraine-Krieg treffen russische auf westliche Waffensysteme. Inwieweit lässt sich deren Effektivität vergleichen, sind ausgebrannte...