Mord in Freiburg: Oberbürgermeister Salomon warnt vor Pauschalurteilen

Der Freiburger Oberbürgermeister Salomon warnt nach dem Mord an einer Studentin vor Pauschalurteilen gegen Flüchtlinge.

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Ein Mord in Freiburg im Breisgau scheint aufgeklärt zu sein. Die offenbar gelungene Aufklärung des Mords an einer getöteten 19 Jahre alten Studentin ist nach Meinung des Freiburger Oberbürgermeisters Dieter Salomon (Grüne) wichtig für die Stadt. „Dieser Fahndungserfolg ist wichtig für den weiteren Umgang mit solchen Ereignissen und für das Sicherheitsgefühl in der Stadt“, teilte Salomon am Samstag mit. Er lobte laut dpa die Ermittler. „Es ist ein großer Fahndungserfolg der Polizei, dass sie diesen grausamen und schrecklichen Mord so schnell aufklären konnte.“ Salomon sagte im SWR, es sei wichtig für die Familie des Opfers zu wissen, wer der Täter sei.

Salomon sagte, die Tatsache, dass der mutmaßliche Mörder ein Flüchtling sei, sei „Wasser auf die Mühlen derer, die immer schon wussten, dass Flüchtlinge böse Menschen sind“, so Salomon im SWR. Salomon sagte, man dürfe die „Herkunft des Täters nicht für Pauschalurteile heranziehen, sondern den Einzelfall zu betrachten“.

Sieben Wochen nach dem Mord an einer Medizinstudentin in Freiburg sitzt nun ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Es handelt sich um einen 17jährigen unbegleiteten Flüchtling aus Afghanistan.

Die Badische Zeitung berichtete vor der Aufklärung des Falls von einem großen Unsicherheitsgefühl vor allem bei Frauen in Freiburg im Breisgau.