Wahlmänner: Erster Republikaner stellt sich gegen Trump

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Demokratie  
 
Lesezeit: 1 min
07.12.2016 02:23
Der erste republikanische Wahlmann sagt, dass er nicht für Trump stimmen werde. Damit sinkt die Zahl der Trump-Wahlmänner auf 289. Trump braucht die Zustimmung von 270 Wahlmännern, um Präsident zu werden.
Wahlmänner: Erster Republikaner stellt sich gegen Trump

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Demokratie  

Am 19. Dezember kommen alle US-Wahlmänner zusammen, um ihre Stimmen abzugeben und die Wahl von US-Präsident Donald Trump amtlich zu machen. Bei der US-Wahl hatte Trump 290, Hillary Clinton 232 Wahlmänner-Stimmen bekommen. In den USA gibt es insgesamt 538 Wahlmänner, die auf die jeweiligen Staaten in verschiedenen Anzahlen verteilt werden, berichtet der Guardian.  Am 19. Dezember müssen mindestens 270 Wahlmänner ihre Stimme zugunsten von Trump abgeben, damit Trump vereidigt werden kann. Die Demokraten versuchen, Wahlmänner der Republikaner davon zu überzeugen, nicht für Trump zu stimmen, um seine Präsidentschaft zu verhindern. Normalerweise sind alle Wahlmänner an den Willen ihrer Wähler im jeweiligen Bundesstaat gebunden. Dies gilt jedoch nur für 26 von 50 US-Bundesstaaten. Dieses rechtliche Schlupfloch wollen die Demokraten nutzen.

In einem aktuellen Gastbeitrag der New York Times schreibt der republikanische Wahlmann Christopher Suprun, dass er nicht für Trump stimmen werde, obwohl er Republikaner sei. Suprun wörtlich: „Die Wahlmänner haben das Recht und die verfassungsmäßige Pflicht, nach ihrem Gewissen abzustimmen (…) Ich glaube, die Wähler sollten sich hinter eine republikanische Alternative, einem ehrbaren und qualifizierten Mann wie Gouverneur John Kasich von Ohio vereinen (…) Herr Trump versteht nicht, dass die Verfassung einen Präsidenten ausdrücklich verbietet, Zahlungen oder Geschenke von ausländischen Regierungen zu erhalten. Wir haben Berichte, dass die Organisation von Herrn Trump Geschäfte in Argentinien, Bahrain, Taiwan und anderswo führt. Herr Trump könnte in seinem ersten Jahr angesichts seiner abweisenden Reaktionen auf finanzielle Interessenkonflikte angeklagt werden. Er hat seit Jahren schnell und locker mit dem Gesetz gespielt. Er kann gegen das kubanische Embargo verstoßen haben, und es gibt Berichte über Ungerechtigkeiten, in die seine Stiftung und Handlungen gegen Pächter ethnischer Minderheiten in New York verwickelt sind.“

Der US-Wahlmann äußert zudem Kritik am Team von Donald Trump. Suprun ist insbesondere gegen den Trump-Berater Stephen Bannon und den nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn, die er beide für ungeeignet und gefährlich hält. „Trump bringt Amerika nicht zusammen, er treibt einen Keil zwischen uns (…)Vor fünfzehn Jahren habe ich einen Eid geschworen, mein Land und meine Verfassung gegen alle Feinde zu verteidigen. Am 19. Dezember werde ich es wieder tun“, meint Suprun.

Der offizielle Amtsantritt des neuen Präsidenten ist am 20. Januar 2017


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Wie die Wall Street-Barone ihren Reichtum über die Gesundheit der Amerikaner stellen

Die Barone der Wall Street üben großen Druck auf US-Präsident Donald Trump aus. Sie fordern einen baldigen Stopp der Maßnahmen gegen...

DWN
Politik
Politik Erst Russland, jetzt Türkei: Italien erhält immer mehr Hilfe von Nicht-EU-Staaten

Die Türkei hat im Kampf gegen Corona Hilfsgüter nach Italien und Spanien entsendet. Italiens Außenminister Luigi Di Maio bedankte sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Top-Mediziner: Für einen Großteil der Deutschen ist Corona völlig ungefährlich

Der Top-Mediziner Stefan Willich sagt, dass das Corona-Virus für einen Großteil der Deutschen völlig ungefährlich sei. Ein Vergleich...

DWN
Politik
Politik Gorbatschow fordert in Corona-Krise Umdenken der Weltpolitik

Der russische Friedensnobelpreisträger und Ex-Sowjetpräsident Michail Gorbatschow sagt in einem Interview: "Krieg und Wettrüsten können...

DWN
Politik
Politik Kriegsschiff rammt gezielt deutschen Kreuzer und sinkt am Ende selbst

Ein venezolanisches Kriegsschiff hat ein deutsches Kreuzfahrtschiff gezielt gerammt, um es wegzudrängen. Der deutsche Kreuzer wurde nicht...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Weltgrößter Produzent „Alrosa“ erwägt Online-Verkauf von Diamanten

Alrosa erwägt angesichts der Corona-Krise Optionen für den Online-Handel mit Diamanten.

DWN
Politik
Politik Wegen Corona: Erste Stadt in China verbietet Verzehr von Hunden und Katzen

In China hat die Stadt Shenzhen wegen der Corona-Pandemie den Verzehr von Hunden und Katzen verboten. In China werden jährlich zehn...

DWN
Deutschland
Deutschland Springer goes digital: Die Bild-Zeitung erhält die Rundfunklizenz

Die "Bild"-Zeitung des Axel-Springer-Konzerns hat für ihre digitalen Livestream-Angebote eine Rundfunklizenz erhalten.

DWN
Deutschland
Deutschland Die Telemedizin erlebt in Deutschland eine Renaissance

In der Corona-Krise nutzen deutlich mehr Ärzte Videosprechstunden. Die Telemedizin erlebt in Deutschland eine Renaissance.

DWN
Politik
Politik Meuthen erwägt Teilung der AfD, Höcke protestiert

Der Vorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, erwägt die Teilung der AfD bis zum Jahresende. Doch der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn...

DWN
Politik
Politik Corona-Sammelklage: USA fordern über 20 Billionen von China

In den USA werden wegen der Corona-Krise zahlreiche Schadensersatzklagen eingereicht. In nur einem einzigen Sammelklagenfall fordern die...

DWN
Politik
Politik Größtes russisches Flugzeug mit Hilfsgütern in New York gelandet

Am Mittwochabend ist in New York das größte russische Frachtflugzeug mit Hilfsgütern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelandet.

DWN
Finanzen
Finanzen Liquiditätskrise hinter den Kulissen? Die seltsame Entwicklung eines wichtigen Zinses wirft Fragen auf

Obwohl die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Kreditgeld fluten, deutet ein wichtiger Indikator auf eine sich verschärfende...

DWN
Politik
Politik US-Magazin beruft sich auf Ratschläge des Propheten Mohammed zur Corona-Bekämpfung

Das US-Magazin Newsweek berichtet, dass der islamische Prophet Mohammed bereits vor 1.300 Jahren gepredigt hat, was in Zeiten einer...

celtra_fin_Interscroller