Konkurrenz für Tesla: Lucid Motors präsentiert neues E-Auto

Das Start-up Lucid Motors will den Markt der Elektroautos für sich gewinnen und zeigt seine eigene Antwort auf Teslas Erfolgsprinzip.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Das Modell Lucid Air soll Tesla den Rang streitig machen. (Foto: Lucid Motors)

Das Modell Lucid Air soll Tesla den Rang streitig machen. (Foto: Lucid Motors)

Auf die Gestaltung des großzügigen Innenraums sind die Designer besonders stolz. (Foto: Lucid Motors)

Auf die Gestaltung des großzügigen Innenraums sind die Designer besonders stolz. (Foto: Lucid Motors)

Der Markt für strombetriebene Autos zieht mehr und mehr Interessenten an. Tesla ist dabei Weltmarktführer in Innovation, Performance und Umsatz. Doch aus den USA drängt ein neues Start-up auf den begehrten Markt. Das Unternehmen Lucid Motors (ehemals Atieva) begann bereits im Jahr 2007 mit der Entwicklung eines eigenen Batterie-Systems für Elektroautos. Lucid Motors will nach eigenen Angaben die Zahl der E-Autos auf den Straßen weltweit erhöhen. Die logische Konsequenz sei daher auch ein eigenes Elektroauto. Dieser Traum rückt mit der kürzlichen Präsentation des neuesten Modells „Lucid Air“ nun näher.

In Kooperation mit Samsung SDI plant das Start-up die Produktion der Luxuslimousine ab 2018. „Als einer der marktführenden Produzenten von Lithium-Ionen-Akkus freuen wir uns, an diesem Projekt teilhaben zu können“, sagt J-Y. Youn, Vize-Präsident im Vertrieb bei Samsung SDI. Gemeinsam wolle man mehr erreichen als das, was der Markt aktuell zu bieten habe. Ein erster Grundstein dafür wurde auch schon gelegt: Eine Fabrik ist in Arizona für das Jahr 2017 geplant. Damit sollen 2.000 neue Jobs geschaffen werden. Bis 2022 will Lucid Motors rund 700 Millionen US-Dollar dafür investieren, so das Technik-Magazin Techcrunch.

Die Kooperation von Batterie- und Autoherstellern ist kein seltenes Phänomen, so das Magazin Fortune. Während, General Motors mit LG Chem arbeitet, hat sich Tesla selbst mit Panasonic zusammengeschlossen. Das Ziel beider Branchen ist es, E-Batterien billiger und effizienter zu gestalten, um elektrische Fahrzeuge attraktiver für die Konsumenten zu machen.

Die Ausstattung der Luxus-Limousine beschreibt CTO Peter Rawlinson als eine Kombination zweier leistungsstarker Elektromotoren, die zusammen 1000 PS haben werden. Auch die Reichweite solle mit 640 Kilometern (400 Meilen) deutlich höher ausfallen als z.B. bei Tesla.

Durch ein neuartiges Design haben die Ingenieure die Kabine zudem räumlich geöffnet. Dadurch, dass sich die Antriebskomponenten an den Seiten befinden, bieten die Sitze der Limousine das Erlebnis eines Sitzes der ersten Klasse in Flugzeugen.

Die technische Ausstattung reicht von einem extravaganten Surround-System bis hin zu Sensoren und Kameras. Man sei sogar bereit für eine Funktion des autonomen Fahrens. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn in Sachen Autonomes Fahren ist Tesla ebenfalls marktführend. Im Gegensatz zu Googles eigenständig fahrendem Auto solle das Lenkrad aber nicht aus dem Wagen genommen werden, denn man wolle fahrer-freundlich bleiben.

Der Vertrieb der neuen Modelle solle direkt, aber auch für Car-Sharing-Flotten gedacht sein, so Rawlinson weiter. Der großzügige Innenraum und eine einfache, aber saubere Technologie seien ideal dafür. Zudem könnten mehr Menschen davon profitieren, denn mit den Kosten von ca. 100.000 US-Dollar hat der Luxus seinen Preis. Im ersten Jahr soll die Produktion jedoch auf maximal 10.000 Modelle begrenzt werden, um die Qualität wahren zu können. Dass dieses Ziel den Preis der Autos weiter in die Höhe treiben könnte, ist dabei sicher ein positiver Nebeneffekt für das Start-up aus Kalifornien. Später wolle man die Produktion auf bis zu 60.000 Autos ausweiten – ein ambitionierter Plan für ein Unternehmen, das sein erstes Auto bisher noch nicht verkauft hat, so The Verge.

Die Konkurrenz auf dem E-Mobilitätsmarkt könnte enorm werden, wenn sich Lucid Motors als neuer Player durchsetzen kann. Selbstbewusstsein scheint das Unternehmen zu haben – schließlich besitzt die Chefetage mit Peter Rawlinson, ehemaliger Chefingenieur von Tesla, sowie weiteren ehemaligen Mitarbeitern von VW und Mazda einiges an Erfahrung.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick