Finanzen

Briten haben Milliarden-Puffer für EU-Risiken aufgebaut

Lesezeit: 1 min
06.03.2017 02:06
Mit einem milliardenschweren Fonds will Großbritannien künftige Engpässe durch den Brexit ausgleichen.
Briten haben Milliarden-Puffer für EU-Risiken aufgebaut

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der britische Schatzkanzler Philip Hammond plant, einen Fonds von 74 Milliarden US-Dollar aufzubauen, um eventuellen wirtschaftlichen Turbulenzen durch den anstehenden Austritt aus der EU adäquat begegnen zu können. Zu diesem Zeitpunkt Kredite aufzunehmen, um finanziellen Verpflichtungen nachzugehen, noch bevor Großbritannien die EU 2019 verlässt, halte er für rücksichtslos, berichtet die Sunday Times.

Hammond ist bemüht, das Staatsdefizit auszugleichen und warnte vor möglichen Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringen könne, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Man solle den Haushalt vorausschauend planen und einen Puffer anlegen. Ständige neue Kredite aufzunehmen, um damit andere große Ausgaben zu finanzieren, sei die völlig falsche Strategie – gerade in Hinblick auf die Zukunft des Landes, so Hammond weiter.

Die gestiegene Inflation, das langsamere Lohnwachstum und geplante Leistungskürzungen halten Organisationen wie das Institute for Fiscal Studies für eine Auswirkung des Referendums im Juni 2016. Es bestehe die Gefahr der Armut – entgegen aller Erwartungen sind bisher jedoch weder wirtschaftliche noch politische Schwierigkeiten aufgetreten.

Um dem entgegen zu wirken, will Hammond durch gezielte Investitionen und eine stabile Wirtschaft, Premierministerin May bei den Brexit-Verhandlungen einen Trumpf in die Hand geben. Der formale Antrag für den Austritt aus der EU soll Ende März gestellt werden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Hilflos auf dem Weg in die nächste Flutkatastrophe

Mit dem Juli 2022 wird die Erinnerung an die Flutkatastrophe im Juli des vergangenen Jahres wach. Schon mehren sich die Anzeichen, dass...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland droht ein Totalausfall von Gas aus Russland

Wegen anstehenden Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 fürchtet die Bundesnetzagentur einen Totalausfall der russischen Gaslieferungen und...

DWN
Politik
Politik Russlands Rüstungsindustrie kaum von Sanktionen des Westens betroffen

Bei den Sanktionen gegen Russland scheint der Westen große Teile der russischen Rüstungsindustrie und vor allem deren Chefs und Eigner...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Neue Seidenstraße: Chinas Black Box

China baut mit der Neuen Seidenstraße eine wichtige Handelsroute zwischen Asien, Europa und China auf. Aber wer profitiert wirklich davon?

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Separatisten haben Lyssytschansk offenbar vollständig umzingelt

Die prorussischen Separatisten melden die vollständige Umzingelung der Stadt Lyssytschansk. Russische Truppen sind offenbar schon ins...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Konferenz in Lugano: Es fehlen die Hochkaräter

In Lugano findet am 4. und 5. Juli die sogenannte Ukrainische Wiederaufbaukonferenz statt, allerdings ohne die wirklich großen Namen.

DWN
Technologie
Technologie US-Sanktionen kurbeln Chinas Chip-Industrie kräftig an

Die US-Sanktionen gegen China scheinen ihren Zweck zu verfehlen. Ex-Google-Chef Eric Schmidt warnt sogar: "Amerika steht kurz davor, den...