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Hybrid-Technologie – das Beste aus zwei Welten

Innerhalb einiger Jahre ist die Nachfrage nach Hybridautos in Deutschland deutlich gestiegen. Mit dem Elektromotor fährt der Hybrid emissionsfrei. Seinen Strom gewinnt der e-Motor selbst.

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Seit 2015 hat sich der Anteil der Fahrzeuge mit Hybrid-Technologie bei neu zugelassenen Fahrzeugen mehr als verdoppelt – im Verhältnis zu herkömmlichen „Benzinern“ zwar nur gering, doch die Aufholjagd geht weiter. Beim Autosalon in Genf Anfang März waren Hybridautos ein großes Thema.

Die VW-Tochter Porsche stellte anlässlich des Branchentreffens die Limousine Panamera in einer neuen Hybridversion vor. Porsche-Chef Oliver Blume: „Denn diese Technologie ist nachhaltig und umweltschonend, zugleich ermöglicht sie auch eine sehr sportliche Fahrweise mit Zusatzbeschleunigung dank E-Antrieb“.

Nach Ansicht von Professor Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen wird das Kaufinteresse für Dieselautos sinken. Daher werden seiner Ansicht nach die Autobauer verstärkt Hybride als Alternativen anbieten. „Hybride werden schneller steigen und den Ausstieg aus dem Diesel begleiten“, so Dudenhöffer.

In der ganzen Autobranche gilt der kombinierte Antrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor als wichtige Brückentechnologie hin zur Elektromobilität. Selbst LKW-Bauer erproben schon Konzeptfahrzeuge mit Hybridantrieb für den Fernverkehr.

Der Hybridantrieb basiert auf der Rückgewinnung von Energie beim Bergabfahren (> 1 Prozent Gefälle) und beim Bremsen. Deshalb sind die „Hybriden“ auch für den Stadtverkehr bestens geeignet, da viel Bremskraft in Energie umgewandelt wird. Im Vergleich zu reinen Elektroautos ist es zudem vorteilhaft, dass man nicht auf Ladesäulen angewiesen ist.

Mit dem Elektromotor fährt der Hybrid selbstverständlich emissionsfrei. Kernstück ist das Hybridmodul, das aus e-Motor und einer Trennkupplung besteht. Es verbindet TSI-Motor und Getriebe und arbeitet in verschiedenen Betriebsarten: Verbrennungsmotor, elektrischer Antrieb, Boost und Rekuperator, also der Wärme-Übertrager. Die rückgewonnene Energie wird in den Fahrzeugbatterien gespeichert und treibt das Fahrzeug im Elektromodus an.

Die Hybrid-Technologie beinhaltet zwei verschiedene Arten von Antrieb: den Vollhybrid und den Plug-in-Hybrid. Der Vollhybrid gewinnt seinen Strom selbst, nämlich beim Bremsen, wobei er als Generator arbeitet und die Hochvoltbatterie lädt.

Beim Plug-in-Hybrid funktioniert es auf dieselbe Art, nur mit dem Unterschied, dass es die Möglichkeit gibt, den Akku des E-Motors an einer externen Stromquelle aufzuladen, also etwa zu Hause oder an einer Ladesäule. Manch ein umweltbewusster Arbeitgeber bietet gar Ladestationen auf seinem Betriebsgelände an. Der Akku wird dann einfach während der Arbeitszeit aufgeladen.

Volkswagen etwa bietet den Hybrid in den Modellen Golf GTE, Beetle, Jetta, Passat und Passat Variant an.