Neues Investment: Beteiligung in Bitcoin statt Börsengang

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
19.04.2017 01:04
Neues Investment: Beteiligung in Bitcoin statt Börsengang. (Dieser Artikel ist nur für Abonnenten zugänglich)
Neues Investment: Beteiligung in Bitcoin statt Börsengang

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Digitalwährungen wie Bitcoin ermöglichen es Investoren, digitale Anteile an jungen Firmen zu kaufen. Die Investitionen bergen allerdings Risiken.

Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ether ermöglichen Investoren, ihr Geld virtuell in neu gegründeten Unternehmen anzulegen. Dies ist im Zuge eines sogenannten „Initial Coin Offering“ (ICO) möglich, berichtet Bloomberg. Im Zuge eines ICO erwirbt ein Risikoinvestor digitale „Münzen“ eines Startups, welche neben ihrer Funktion als Zahlungsmittel vor allem als eine Art digitaler Aktie des Unternehmens dienen.

ICO stellen ein digitale Alternative zur traditionellen Finanzierungsformen wie der Ausgabe von Aktien oder Anleihen dar, schreibt Bloomberg. „Entgegen eines Tausches von Dollar und Aktien – welche in der Regel mit Stimmrechten und Dividenden verbunden sind – handelt es sich bei einem ICO um einen Austausch von Bitcoin oder einer anderen Digitalwährung und neu geschaffenen digitalen Münzen eines Unternehmens. Bei diesen Münzen handelt es sich um eine Mischform aus Währung und einer Aktie des Unternehmens, welche zum Kauf von Arbeitsstunden oder Rechenleistung eines Computers benutzt werden können.“

Die größten ICOs der vergangenen Monate sind verglichen mit anderen Finanzierungsformen in traditionellen Märkten recht klein ausgefallen. Den Spitzenreiter bildet das Blockchain-Unternehmen Cosmos, welches knapp 17 Millionen Dollar an digitalen Münzen einsammeln konnte, gefolgt Unternehmen Qtum, welches 15,4 Millionen Dollar einsammelte und welches ebenfalls im Bereich der Blockchain-Technologie aktiv ist.

Das Magazin Wired berichtete im März, dass in den vergangenen 14 Monaten mehr als 60 Startups und Projektgemeinschaften die ICO-Methode benutzt haben, um insgesamt über 250 Millionen Dollar einzusammeln. „Die Daten zeigen ein Anziehen der Aktivität gegen Ende des Jahres und diese Aktivität hält an“, sagt ein Repräsentant der Analysefirma Smith and Crown, welche den neuen Markt beobachtet.

Beobachter warnen allerdings, dass mit der digitalen Finanzierung auch erhebliche Risiken verbunden sind, etwa, weil ein hohes Betrugsrisiko bestehe. Weltweit zögern Aufsichtsbehörden deshalb, Digitalwährungen wie dem Bitcoin breiten Raum als Medium für Investitionen einzuräumen. Auch viele potentielle Nutzer halten sich noch zurück, weil der Kurs des Bitcoin in den vergangenen Monaten teilweise um bis zu 20 Prozent pro Tag schwankte. Da es sich um digitale Währungen handelt, besteht zudem das Risiko von Cyber-Attacken.

Es bleibt abzuwarten, wie die staatlichen Aufsichtsbehörden mit dem Phänomen umgehen werden. Derzeit operiert diese neue Form der Finanzierung noch außerhalb der staatlichen Aufsicht und niemand weiß wirklich, wir die Regierungen diese Art der Geschäfte regulieren wird. „Unsere Sichtweise ist folgende: lassen wir einfach die Regulatoren auf uns zukommen und schauen, ob ICOs im Rahmen der Regularien abgewickelt werden können. Wenn wir Erfolge haben, wird jeder dem Pfad folgen, den wir erstmals eingeschlagen haben“, wird ein Sprecher von Blockchain Capital zitiert.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland „Deutschland spürt das Ende der Behaglichkeit“ – Warum Sie jetzt die DWN zum Vorteilspreis abonnieren sollten

Unser Redaktion zeigt auf, warum Sie nicht auf ein DWN-Abonnement verzichten sollten. Für das erste Jahr wird Ihnen ein besonderes Paket...

DWN
Finanzen
Finanzen Massiver Anstieg der Sozialabgaben: Städte setzen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur aus

In vielen Städten sind die Sozialausgaben in den vergangenen Jahren explodiert – Investitionen in die öffentliche Infrastruktur fallen...

DWN
Finanzen
Finanzen Was den Goldpreis über 1800 Dollar getrieben hat

Im ersten Halbjahr steckten Anleger so viel Geld in Gold-ETFs wie nie zuvor. Diese starke Nachfrage hat den Goldpreis auf den höchsten...

DWN
Politik
Politik Schwere Gefechte zwischen Aserbaidschan und Armenien

Zwischen den Militärs Armeniens und Aserbaidschans sind Gefechte ausgebrochen. Die Konflikt-Parteien werfen sich gegenseitig vor, die...

DWN
Politik
Politik Corona-Leaks: Mitarbeiter im Innenministerium fordert „gesonderte Untersuchung“ gegen Merkel

Der Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums, der in einem geleakten Dokument das Corona-Virus als „Fehlalarm“ einstuft, fordert eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Tochter Sitech und Zulieferer Brose planen Gemeinschaftsfirma

Der VW-Sitzhersteller Sitech will mit dem fränkischen Autozulieferer Brose ein Gemeinschaftsunternehmen bilden. Insbesondere für Sitech...

DWN
Deutschland
Deutschland Streit bei Daimler über Stellenabbau verschärft sich

Bei Daimler verschärft sich der Disput zwischen dem Gesamtbetriebsrat des Unternehmens und dem Personalvorstand.

DWN
Deutschland
Deutschland Krebshilfe: 50.000 Krebsoperationen wegen Corona ausgefallen

Wegen der Corona-Pandemie haben nach Angaben der Deutschen Krebshilfe rund 50.000 Krebsoperationen nicht stattgefunden, teilt die dpa mit.

DWN
Politik
Politik Russlands Außenministerium: Hagia Sophia ist innere Angelegenheit der Türkei

Russlands Vize-Außenminister Sergej Verschinin behauptet, dass die Nutzung der Hagia Sophia als Moschee eine „innere Angelegenheit“...

DWN
Politik
Politik Soros-Stiftungen spenden 220 Millionen Dollar an „Black Voters Matter“ und weitere Gruppen

Die Open Society Foundations des US-Milliardärs George Soros werden diverse Anti-Rassismus-Organisationen und Bürgerrechts-Gruppen in den...

DWN
Politik
Politik China kündigt Sanktionen gegen US-Senatoren an

China hat angekündigt, Sanktionen gegen bestimmte US-Senatoren und US-amerikanische Einrichtungen einführen zu wollen. Zuvor hatten die...

DWN
Politik
Politik Corona-Nachwehen: Deutschland bereitet sich auf schwere Unruhen vor

Gewaltsame Unruhen in Deutschland und Europa werden Experten zufolge in den kommenden Monaten wegen sozialer und wirtschaftlicher Miseren...

DWN
Deutschland
Deutschland Handel und Gastgewerbe wollen Anspruch auf Corona-Mietreduzierung

Das Geschäft im Einzelhandel, in Hotels und Gaststätten ist auch nach den Corona-Lockerungen noch nicht wieder in Schwung gekommen. Hohe...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreise geben nach: Spekulationen über Fördermenge der Opec+

Die Ölpreise sind am Montag gesunken. Marktbeobachter erklärten den Preisrückgang mit Spekulationen über die künftige Förderpolitik...

DWN
Technologie
Technologie Deutscher Auto-Analyst: "VW kann Tesla in jedem Fall überholen"

VW hat gerade damit begonnen, den Standort in Emden für die E-Produktion umzurüsten. Autoanalyst Frank Schwope von der Nord/LB erklärt...

celtra_fin_Interscroller