IWF genehmigt Griechenland-Kredite, zahlt aber nicht aus

Der IWF hat neue Kredite an Griechenland genehmigt.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich „im Grundsatz“ zu einer Finanzspritze von 1,6 Milliarden Euro für Griechenland bereiterklärt. Die Kredite würden aber nicht direkt ausgezahlt, teilte der IWF-Verwaltungsrat am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einer Sitzung in Washington laut AFP mit.

Die Eurozone hatte Anfang Juli die Auszahlung einer neuen Kredit-Tranchean das hochverschuldete Griechenland in Höhe von 8,5 Milliarden Euro abschließend beschlossen. Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), der die Darlehen an Griechenland überwacht, stimmte der dritten Hilfstranche zu.

Die Euro-Finanzminister hatten Mitte Juni nach monatelangem Ringen die Auszahlung der weiteren Milliardenkredite aus dem europäischen Rettungsprogramm für Griechenland beschlossen. Fast zwei Jahre nach dem Start des Kreditprogramms erklärte schließlich auch der IWF seine Bereitschaft, sich mit einem eigenen Programm zu beteiligen.

Das hoch verschuldete Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber – vor allem der EZB und des ESM. 2015 vereinbarte Athen mit den Euro-Partnern ein drittes Kreditpaket über bis zu 86 Milliarden Euro. Diesen Monat braucht die griechische Regierung aus dem Programm weitere rund 7,5 Milliarden Euro, um Altschulden an internationale Gläubiger zurückzuzahlen. Sonst droht dem Land erneut der Staatsbankrott.

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