Abspaltung Kataloniens würde Spaniens Wirtschaft hart treffen

Eine Abspaltung Kataloniens würde die Volkswirtschaft Spaniens hart treffen.

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Das geplante Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens bereitet spanischen Managern Berichten zufolge große Sorgen. Drei Viertel der befragten Unternehmenslenker fürchten negative Folgen für die spanische Wirtschaft, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Deloitte im Auftrag der Zeitung El Pais ergab, berichtet Reuters.

In Katalonien ansässige Manager sind hingegen deutlich zuversichtlicher: Nur 43 Prozent fürchten hier Schäden für die Wirtschaft durch eine Abspaltung. Die autonome Region im Nordosten Spaniens kommt mit ihren 7,5 Millionen Einwohnern auf ein Fünftel der spanischen Wirtschaftsleistung und ist damit deutlich wohlhabender und wirtschaftsstärker als andere Regionen.

Nach dem Willen der Regionalregierung in Barcelona sollen die Bürger in Katalonien am 1. Oktober erneut über die Unabhängigkeit abstimmen. Sollte sich eine Mehrheit für die Abspaltung aussprechen, will Katalonien einseitig die Unabhängigkeit erklären. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy lehnt wie schon vor drei Jahren eine Abstimmung als gesetzeswidrig ab.

Trotz der Sorgen vor politischen Turbulenzen bewerten die meisten der 265 von Deloitte befragten Manager die wirtschaftlichen Aussichten insgesamt positiv. Acht von zehn erklärten, die Wirtschaftslage habe sich im ersten Halbjahr verbessert. Sieben von zehn erwarten im zweiten Halbjahr einen höheren Umsatz als im ersten Halbjahr dieses Jahres.

Im November 2014 hatten die Katalanen trotz eines gerichtlichen Verbots in einer inoffiziellen Volksabstimmung mehrheitlich für die Abspaltung gestimmt. Das Votum hatte allerdings keine rechtlich bindende Wirkung.

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