Nach Anschlägen: Spanien fordert von Katalonien Verzicht auf Unabhängigkeit

Der spanische Ministerpräsident Rajoy hat Katalonien aufgefordert, seine Unabhängigkeitspläne nach den jüngsten Anschlägen aufzugeben.

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Anderthalb Wochen nach den Anschlägen in Katalonien hat Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy die Regierung der Region zum Verzicht auf das geplante Unabhängigkeitsreferendum aufgerufen. Die Volksabstimmung über die Abspaltung von Spanien sei „das Letzte, was die katalanische Gesellschaft in diesem Moment wünscht“, sagte Rajoy am Sonntag auf einer Veranstaltung seiner Partei laut AFP. Die verantwortlichen Politiker in Katalanien müssten „ihre Pläne der Trennung, der Spaltung, der Radikalität“ aufgeben.

Die Regierung des katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont plant für Oktober ein Unabhängigkeitsreferendum. Am Freitag hatte er angekündigt, diese Pläne trotz der Terroranschläge weiter zu verfolgen. Im reichen Katalonien gibt es seit Jahren Bestrebungen, unabhängig vom Rest Spaniens zu werden.

Die Zentralregierung in Madrid unter Ministerpräsident Rajoy versucht seit jeher einen Volksentscheid in Katalonien zu verhindern und droht mit rechtlichen Konsequenzen. 2014 hatte das spanische Verfassungsgericht ein rechtlich bindendes Referendum über Kataloniens Unabhängigkeit untersagt.

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