Israel beruft tausende Reservisten zu Groß-Manöver ein

Israel beginnt am Dienstag Militärübung mit Blick auf Hisbollah.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht am 03.09.2017 bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Für die neue Militärübung nutzt er vermehrt Reservisten. (Foto: dpa)

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht am 03.09.2017 bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. (Foto: dpa)

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Die israelische Armee beginnt am Dienstag eine groß angelegte Militärübung, bei der ein bewaffneter Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz simuliert werden soll. Das Manöver werde zehn Tage lang dauern, verlautete am Montag aus dem israelischen Verteidigungsministerium. Militärkreisen zufolge sollen zehntausende Soldaten, darunter tausende Reservisten, teilnehmen. Unter anderem sollen Flugzeuge, Schiffe und U-Boote bei der Übung zum Einsatz kommen.

Die Armee werde zudem zwei Feldlazarette aufbauen und unbemannte Lastwagen und Hubschrauber für die Evakuierung Verletzter testen.

Israel lieferte sich im Grenzgebiet zum Libanon bereits mehrere bewaffnete Konflikte mit der vom Iran unterstützten schiitischen Hisbollah-Miliz. Vergangene Woche hatten Israel und die USA der UN-Truppe Unifil vorgeworfen, nicht genug gegen den Waffenschmuggel der Hisbollah im Südlibanon zu unternehmen. Die Vorbereitungen für das Militärmanöver dauern aber den Kreisen zufolge bereits seit mehr als anderthalb Jahren an.

Die Unifil wacht seit 1978 über die Einhaltung des Waffenstillstandes. Nachdem es 2006 erneut zur militärischen Konfrontation kam, wurde das Mandat ausgeweitet. Vergangene Woche beschloss der UN-Sicherheitsrat die Verlängerung des Mandates um ein Jahr. Die USA waren mit ihrem Versuch gescheitert, das Mandat auszuweiten, um Unifil stärker gegen den Waffenschmuggel einzusetzen.

Abseits des Manövers hat der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu Probleme mit den israelischen Gerichten: Laut Haaretz wird seine Frau Sara angeklagt, weil sie staatliche Gelder für private Zwecke veruntreut haben soll. Sie soll unter anderem teure Möbel gekauft haben, die vom Amtssitz des Premierministers in dessen Privathaus nach Caesarea verbracht wurden. Anstelle der neuen Möbel wurden alte Möbel aus dem Privathaus in die offizielle Residenz gebracht. Der Schaden beträgt etwa 100.000 Euro.

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