Bundesbank lehnt digitales Zentralbankgeld ab

Die Bundesbank lehnt die Entwicklung einer digitalen Form von Zentralbankgeld derzeit ab.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der Präsident der Bundesbank, Jens Weidmann, ist gegen ein digitales Zentralbankgeld. (Foto: dpa)

Der Präsident der Bundesbank, Jens Weidmann. (Foto: dpa)

+++Werbung+++

Die Deutsche Bundesbank geht nicht davon aus, dass neben herkömmlichem Zentralbankgeld bald auch digitales Notenbankgeld ausgegeben wird, berichtet die dpa. Die denkbaren geld- und staatspolitischen Folgen einer Einführung seien vielfältig und schwer abzuschätzen, heißt es in dem Monatsbericht der Bundesbank vom Montag. Deshalb sei eine digitale Variante, in Anlehnung etwa an den Bitcoin, eine „derzeit unrealistische Option“.

Die Bundesbank greift in ihrem Monatsbericht eine ähnliche Debatte auf wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Sie hatte in ihrem Quartalsbericht vom Sonntag diskutiert, ob Notenbanken sich dem Konzept der Kryptowährungen wie Bitcoin und Konsorten annehmen und Zentralbankgeld in digitaler Form auch direkt an private Haushalte ausgeben sollen. Die BIZ, das Zentralinstitut der Zentralbanken, kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis und sieht sowohl Vor- als auch Nachteile einer Einführung von Krypto-Zentralbankgeld.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***