Gestrichene Flüge: Ryanair erwägt zwangsweise Urlaubskürzung

Die Fluggesellschaft Ryanair erwägt Zuckerbrot und Peitsche, um ihre Piloten zurück ins Cockpit zu bekommen.

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Eine Maschine der Ryanair. (Foto: dpa)

Eine Maschine der Ryanair. (Foto: dpa)

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Die irische Billigfluglinie Ryanair erwägt, mit einer Urlaubskürzung sowie Extra-Zahlungen für Piloten weitere Flugabsagen zu vermeiden. Die Fluglinie könne von den Piloten den Verzicht auf eine Woche Urlaub verlangen, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Donnerstag auf der Hauptversammlung der Fluggesellschaft. Dies sei in Verträgen so verankert. Die Piloten würden dafür einen finanziellen Ausgleich bekommen. Zudem gebe es Angebote für einen freiwilligen Verzicht auf Urlaubstage. Er glaube, die Lage sei jetzt unter Kontrolle. Dennoch könne er nicht garantieren, dass es nicht weitere Flugabsagen geben werde, sagte O’Leary.

Ryanair hat für September und Oktober mehr als 2000 Flüge gestrichen, wofür die Fluglinie vor allem eine verfehlte Urlaubsplanung für seine Piloten verantwortlich machte. Der Konkurrent Norwegian Air werbe außerdem Piloten ab, was O’Leary mit Extra-Zahlungen an seine Beschäftigten verhindern will. Die Gewinnprognose für das Unternehmen in diesem Jahr werde dadurch nicht beeinflusst, sagte er.

Die Ausfälle hatten Kunden verärgert und auch den Aktienkurs des Unternehmens unter Druck gesetzt. Außerdem kündigte die EU-Kommission eine Untersuchung an.

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