Finanzen

Deutsche Unternehmen steigern Produktion deutlich

Lesezeit: 1 min
09.10.2017 16:46
Die deutsche Industrie konnte ihre Produktion im August deutlich steigern.
Deutsche Unternehmen steigern Produktion deutlich

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im August so stark nach oben gefahren wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten zusammen 2,6 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Ökonomen hingegen hatten für August lediglich mit einem Wachstum von 0,7 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch einen Rückgang von 0,1 Prozent gegeben hatte. „Das günstige Geschäftsklima und die positive Entwicklung bei den Auftragseingängen sprechen für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur“, betonte das Ministerium.

Die Industrie allein fuhr ihre Produktion sogar um 3,2 Prozent nach oben. „Auffällig war hier der Produktionsanstieg im Bereich Kraftfahrzeuge“, erklärte das Ministerium. Hier gab es ein Plus von 10,8 Prozent. Dabei könne es durch die unterschiedlichen Werksferien in den einzelnen Bundesländern zu Verzerrungen gekommen sein. Der Aufwärtstrend in der Industrie könnte sich fortsetzen, sammelten die Betriebe doch im August 3,6 Prozent mehr Aufträge ein – vor allem aus dem Ausland.

Die Energieversorger steigerten ihre Erzeugung im August um 1,7 Prozent. Das Baugewerbe drosselte dagegen seine Produktion um 1,2 Prozent.

„Die guten Zahlen reißen nicht ab. Gute Stimmung, gute Aufträge, gute Produktion. Insgesamt dürfte der Wachstumsimpuls der Industrie im dritten Quartal aber etwas geringer ausfallen als im zweiten. Und das liegt vor allem am Baugewerbe, das im Sommer einen Gang runtergeschaltet hat. Das Verarbeitende Gewerbe läuft dagegen weiter hervorragend. Alles in allem wird es ein gutes Quartal mit einem erwarteten Plus von rund 0,5 Prozent“, wird eine Analystin der Privatbank Sal. Oppenheim zitiert. „Die Zahlen sind sehr gut. Teilweise sind sie auf die üblichen Schwankungen im Sommer zurückzuführen, die es wegen der unterschiedlichen Lage der Werksferien gibt. Diese fielen diesmal bei etlichen Unternehmen schon auf den Juli. Der September dürfte deshalb wieder schwächer werden. Für das dritte Quartal sieht es nach einem anhaltend guten Wirtschaftswachstum aus. Wir gehen derzeit von etwa 0,6 Prozent aus“, sagt ein Analyst der Commerzbank.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Erstmals im Öffentlich-Rechtlichen: „Russen und Amerikaner sind die Profiteure der Sanktionen, die uns am härtesten treffen“

Ein Kommentar im Deutschlandfunk erinnert daran, wer die größten menschlichen und wirtschaftlichen Opfer im Stellvertreterkrieg zwischen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Verbrenner-Verbot? Heftiger Streit in der Regierung kurz vor entscheidender Abstimmung

Über das von der EU-Kommission geforderte Aus für Verbrennungsmotoren wird in der Regierung kurz vor der entscheidenden Abstimmung heftig...

DWN
Politik
Politik Neuer Kalter Krieg: USA und Russland rüsten ihre Verbündeten weiter auf

Im großen Stellvertreterkrieg mitten in Europa werden die Einsätze weiter munter erhöht.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik NATO stockt schnelle Eingreiftruppe massiv auf

Die Nato will durch ein neues strategisches Konzept ihre Flexibilität erhöhen.

DWN
Deutschland
Deutschland Milliarden-Defizit: Zusatzbeiträge für Krankenkassen werden spürbar steigen

Im System der gesetzlichen Krankenkassen klafft ein riesiges Finanzierungsloch. Gesundheitsminister Lauterbach versucht dieses zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Ungarn überrascht mit stärkster Zinserhöhung seit der Finanzkrise

Die ungarische Zentralbank stemmt sich mit drastischen Leitzinserhöhungen gegen die ausufernde Inflation.

DWN
Deutschland
Deutschland Die Hochpreisinsel Deutschland: extrem energieanfällig

Eine Studie zeigt, dass die Energieprobleme Deutschlands, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erheblich einschränkt.