Finanzen

Der erste Flop: Apple kürzt Produktion von iPhone 8 drastisch

Lesezeit: 1 min
19.10.2017 11:58
Zulieferern zufolge fährt Apple die Bestellungen für das iPhone 8 drastisch zurück. Die Kunden kaufen das neueste Modell nicht.
Der erste Flop: Apple kürzt Produktion von iPhone 8 drastisch

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Das im September auf den Markt gebrachte neueste iPhone 8 von Apple scheint den hohen Erwartungen des Unternehmens und der Aktionäre nicht entsprechen zu können. Wie die taiwanesische Economic Daily News berichtet, habe Apple die Bestellungen für die Modelle iPhone 8 und iPhone 8 Plus bei taiwanesischen Zulieferern etwa um die Hälfte reduziert. Schon Ende September gab es ähnliche Berichte.

„Unternehmen aus der Lieferkette zufolge sei im laufenden Jahr etwas Seltenes passiert, nämlich, dass sie gebeten wurden, ihre Produktion zu reduzieren. Die Smartphones wurden gerade einmal in der Massenproduktion für ein bis drei Monate produziert. Dies ist das erste Mal in zehn Jahren, dass so etwas passiert“, schreibt die Zeitung. „Quellen aus der Lieferkette zufolge seien die Vorbestellungen von etwa 1,2 Millionen Stück pro Monat auf jetzt etwa 500.000 bis 600.000 heruntergesetzt worden.“

Die Verkäufe des iPhone 8 laufen sehr schleppend. Wie der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, verkauft sich das alte iPhone 7 noch immer besser als das neue iPhone 8. Dies habe eine Untersuchung der Analyse-Plattform KeyBanc Capital ergeben.

„Viele der befragten Händler haben gesagt, dass ein Großteil der Kunden noch immer lieber das alte iPhone 7 kauft, weil das iPhone 8 keine wirklichen Verbesserungen aufweise“, schreibt der Untersuchungsleiter John Vinh in einem Bericht zur Analyse, die sich auf die Verkaufszahlen in den USA und Großbritannien bezieht. „Viele Kunden warten zudem auf das Anfang November erscheinende iPhone X, um es dann mit dem iPhone 8 zu vergleichen.“

Das iPhone X wird mit einem Grundpreis von 999 Dollar das teuerste Smartphone sein, welches Apple bis dato auf den Markt gebracht hat. Der Einstiegspreis des iPhone 8 liegt bei 699 Dollar.

Die Markteinführung des iPhone 8 machte Schlagzeilen, weil sich die Kunden auffallend zurückhielten und wenig Interesse zeigten. In der chinesischen Großstadt Hangzhou – die als Technologiehauptstadt Chinas gilt – kamen am Morgen der Markteinführung zwei Personen zur örtlichen Apple-Niederlassung.

Aus Furcht vor einem Absatzeinbruch bei den iPhone-Modellen 8 und 8 Plus steigen Anleger bei Apple aus. Der Kurs der Apple-Aktien sackte nach Handelsbeginn an der Wallstreet um rund 1,8 Prozent ab. Unter Druck gerieten auch einige Zulieferer. Die Papiere von AMS, Dialog Semiconductor, IQE und Laird verloren bis zu 4,4 Prozent.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Finanzen
Finanzen Unerwartete Renaissance: Briten setzen verstärkt auf Bargeld

Die Briten haben dem Bargeld zu einer unerwarteten Renaissance auf der Insel verholfen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ohne den Dollar: Indien bezahlt massive Kohle-Importe in anderen Währungen

Indiens Unternehmen importieren massiv Kohle aus Russland, und die Zolldaten zeigen, dass sie diesen wichtigen Rohstoff heute kaum noch in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Öl-Durchfluss durch Druschba-Pipeline gestoppt - Hoffen auf Kompromiss

Der Durchfluss durch die Süd-Route der wichtigen Druschba-Pipeline wurde gestoppt. Offenbar haben sich die Beteiligten nun auf einen...

DWN
Politik
Politik Alarmstufe Rot: Russland will ukrainisches Atomkraftwerk vom Netz nehmen

Russland will offenbar das Atomkraftwerk Saporischschja vom Netz nehmen. Mit dem Strom soll anschließend die Krim versorgt werden. Die...

DWN
Politik
Politik Schwere Eskalation im Streit zwischen EU-Kommission und Polen

Der Streit zwischen EU-Kommission und Polen eskaliert. Von „Oligarchie“, „Imperialismus“ und einer Neuordnung der Beziehungen ist...

DWN
Politik
Politik Lindner will Steuerentlastung: Topverdiener profitieren am meisten

Der Finanzminister hat angesichts der hohen Preise eine Steuersenkung angekündigt. Jetzt legt er seine Pläne vor. Kritik gibt es auch...

DWN
Politik
Politik Aufschrei nach FBI-Razzia: Republikaner stellen sich hinter Trump

Nach der umstrittenen Razzia des FBI stellen sich die Republikaner hinter Trump – und seine Kandidaten gewinnen erneut Wahlen.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Umverteilung von Nord nach Süd nimmt Fahrt auf

Die EZB hat erneut viele Milliarden Euro in die hoch verschuldeten Staaten im Süden der Eurozone gepumpt. Dies geschieht auf Kosten von...