Deutsche bei Investitionen in Aktien skeptisch

Ein Großteil der Deutschen beobachtet das Geschehen an den Börsen mit Skepsis.

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Der Handelssaal der Börse in Frankfurt. (Foto: dpa)

Der Handelssaal der Börse in Frankfurt. (Foto: dpa)

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Fast jeder zweite Bundesbürger würde gerne Geld an der Börse anlegen, befürchtet zugleich aber „unkontrollierbare Risiken“. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Versicherungs- und Finanzkonzerns AXA zum Anlegeverhalten der Deutschen hervorgeht, halten 42 Prozent eine Geldanlage an der Börse für „hochinteressant“. 46 Prozent sind allerdings der Meinung, dass dies „genauso riskant ist wie ins Spielcasino zu gehen.“

Damit zeige sich in Deutschland, wo nur etwa jeder siebte Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds besitze, ein „auffälliger Widerspruch“, erklärten die Autoren der Studie. 58 Prozent der Befragten sind demnach der Auffassung, mit einer Geldanlage an der Börse Risiken einzugehen. Bundesweit vier von zehn Erwachsenen stimmen der Aussage zu: „Ich würde gern Geld an der Börse anlegen, mir fehlt aber das Wissen dazu.“

Fast die Hälfte der Bundesbürger schätzt die Wahrscheinlichkeit, nach 20 Jahren für Aktien weniger zu bekommen als ursprünglich angelegt wurde, auf mindestens 50 Prozent. Dem Deutsches Aktieninstitut zufolge habe es seit 1965 jedoch „noch nie einen einzigen 20-Jahres-Zeitraum mit Verlust für ein Portfolio mit Dax-Aktien gegeben“, schreiben die Autoren.

Die Befragung offenbart teils auch große regionale Unterschiede. Bundesweit stimmen drei von zehn Erwachsenen der Aussage zu, eine Geldanlage an der Börse „aus Prinzip“ abzulehnen. Während es aber in Hamburg und Bayern lediglich 21 Prozent sind, pflichten dem in Thüringen fast die Hälfte aller Befragten bei (44 Prozent). Bundesweit 14 Prozent halten die Börse für „unseriös“. Sechs von zehn Befragten sind der Meinung, dass „Geldanlage an der Börse nur etwas für Experten ist.“ In Thüringen wird hierbei erneut der bundesweite Spitzenwert mit 70 Prozent gemessen.