Roboter gefährden Millionen Arbeitsplätze in Deutschland

Der verstärkte Einsatz von Robotern könnte in den kommenden Jahren weltweit hunderte Millionen Arbeitsplätze gefährden.

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Kuka-Roboter werden in einer Produktionshalle der Kuka-Zentrale in Augsburg montiert. (Foto: dpa)

Kuka-Roboter werden in einer Produktionshalle der Kuka-Zentrale in Augsburg montiert. (Foto: dpa)

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Der verstärkte Einsatz von Robotern und automatisierten Prozessen könnte bis zum Jahr 2030 weltweit 800 Millionen Arbeitsplätze vernichten, berichtet die BBC. Wie aus einem kürzlich erschienen Bericht der Beratungsgesellschaft McKinsey hervorgeht, dürften die entwickelten Industriestaaten des Westens besonders von der Entwicklung betroffen sein.

McKinsey rechnet damit, dass weltweit etwa jede fünfte Tätigkeit durch Maschinen oder Algorithmen ersetzt werden könnte. In entwickelten Staaten wie den USA, vielen Ländern Europas sowie Japans ist sogar jeder dritte Beruf von der Automatisierung betroffen.

Explizit wird in dem Bericht Deutschland als eines der Länder genannt, die besonders im Fokus stehen. Demnach würden hierzulande bis zum Jahr 2030 etwa 15 Prozent der Computerspezialisten, Bürokaufmänner, Verwaltungsangestellten, Buchhalter und Menschen in vergleichbaren Berufen ihre Stelle verlieren. Auch etwa 21 Prozent der Arbeitsplätze im Bereich der Mechanik, Sicherheit, Küchen und Gastronomie würden verschwinden.

Insgesamt müssten zwischen 3 und 12 Millionen Deutsche bis zum Jahr 2030 ihren Beruf wechseln beziehungsweise würden in einem solchen Umfang neue Stellen in den betroffenen Branchen gar nicht mehr entstehen.

Die Analysten rechnen auch damit, dass in den USA bis 2030 zwischen 39 und 73 Millionen Arbeitsplätze wegfallen, doch auch bis zu 20 Millionen neue Arbeitsfelder entstehen werden.

Ärmere oder weniger entwickelte Länder werden der Studie zufolge weniger Arbeitsplätze verlieren. In Indien etwa würden bis zum Jahr 2030 nur rund 9 Prozent der Stellen wegfallen, weil die Wirtschaft hier trotz mehrerer Initiativen wie der umstrittenen Bargeld-Reform noch stark ländlich und handwerklich geprägt ist.

Zu den gefährdetsten Berufen gehören McKinsey zufolge Aktienhändler, Maschinisten, Buchhalter und Verwaltungsangestellte. Tätigkeiten, bei denen die zwischenmenschliche Interaktion entscheidend ist – wie bei Ärzten, Lehrern oder Barkeepern, bleiben wahrscheinlich verschont. Auch Stellen, für deren Ausübung keine akademische Qualifikation erforderlich ist, sind relativ immun gegen eine Ersetzung.