Opel-Mitarbeiter: Kurzarbeit und Programm für Altersteilzeit

 

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15.12.2017 11:57
Auf die Angestellten von Opel kommen Einschnitte zu.
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Bei der Sanierung von Opel müssen die Beschäftigten deutlich Einschnitte hinnehmen. Betriebsrat, IG Metall und Geschäftsleitung der Rüsselsheimer Peugeot-Tochter einigten sich unter anderem darauf, die Arbeitszeit von im Schnitt derzeit 40 Stunden auf die tarifvertraglich vereinbarten 35 Stunden pro Woche zu kürzen, berichtet Reuters.

Opel wird unter anderem das Altersteilzeitprogramm bis auf den Jahrgang 1960 ausweiten. „Wir bieten auch Vorruhestandsregelungen an für Menschen, die 36 Monate vor dem frühestmöglichen Renteneintritt sind“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller der Deutschen Presse-Agentur. „Wir denken, dass ist ein gutes und zeitlich unbegrenztes Angebot, das alle unseren Mitarbeiter dann wahlweise nehmen können.“

Ab dem Jahreswechsel will Opel neue Kurzarbeit für mindestens sechs Monate in der Verwaltung und im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum bei der Arbeitsagentur anmelden. Im Montagewerk Eisenach werde die bereits genehmigte Kurzarbeit im neuen Jahr fortgeführt. Lohscheller nannte keine Zahl der betroffenen Mitarbeiter.

In den Produktionswerken Rüsselsheim und Kaiserslautern setzt das Management darauf, die Anzahl der Leiharbeiter deutlich zu reduzieren. Ab dem 1. April 2018 sollen zudem massenhaft 40-Stunden-Verträge der Stammbelegschaft wieder auf die tarifliche Arbeitszeit von 35 Stunden zurückgeführt werden. Auch hier wurden keine konkreten Zahlen genannt.

Mit den sozialen Themen kündigte Opel auch an, den Opel-Einkauf künftig in einer gemeinsamen Struktur mit den anderen Konzernmarken Peugeot, Citroën und DS zu organisieren. Der gemeinsame Einkauf soll alleine rund 30 Prozent des angepeilten Einsparvolumens von zunächst jährlich 1,1 Milliarden Euro drücken. Ab 2020 sollen die Gesamteinsparungen sogar 1,7 Milliarden Euro jährlich betragen.

Im Gespräch mit dem Manager-Magazin mahnte PSA-Chef Carlos Tavares zu einem radikalen und schnellen Umbau. Es komme auf die Opel-Ingenieure selbst an, wie viele von ihnen in ein paar Jahren noch gebraucht würden. „Wenn wir unseren Plan rigoros umsetzen, wird es jede Menge Arbeit geben. Wenn nicht, haben wir alle massive Probleme, ganz klar.“

Lohscheller bekräftigte Ankündigungen aus dem November, dass sowohl in Eisenach als auch in Rüsselsheim neue Modelle auf PSA-Plattformen gebaut werden sollen, die auch in elektrischen Varianten angeboten werden können. Für das Komponentenwerk Kaiserslautern habe man wie für die sämtliche anderen Standorte einen Investitionsplan erarbeitet, zu dem aber noch keine Einzelheiten genannt wurden.

Peugeot PSA hatte zuvor vehement auf Einsparungen bei Opel gedrängt, weil der Autobauer angeblich unrentabel produziere.


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