Schwere Schlägerei zwischen Ausländern und Deutschen bei Leipzig

In Wurzen bei Leipzig haben sich Ausländer und Deutsche eine heftige Schlägerei geliefert.

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Bei einer Auseinandersetzung zwischen Ausländern und Deutschen sind in Wurzen bei Leipzig laut dpa zwei Männer durch Messerstiche am Oberschenkel schwer verletzt worden. Wie die Polizei in Leipzig am Samstag mitteilte, wurde ein weiterer Mann mit einen Elektroschocker attackiert. Alle drei sind Deutsche, darüber hinaus wurden drei Ausländer leicht verletzt. Der Anlass der Auseinandersetzung war für die Polizei zunächst ebenso unklar wie die Frage, ob sie einen extremistischen Hintergrund hat. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruch.

Dem Vorfall am Freitagabend war ein Wortgefecht zwischen beiden Gruppen am Bahnhof vorausgegangen. Die Auseinandersetzung eskalierte den Angaben zufolge, als Einheimische danach an die Tür der Ausländerunterkunft schlugen und eine Scheibe zu Bruch ging. Rund zwölf Ausländer hätten die etwa 30 Einheimischen dann mit Knüppeln und Messern attackiert. Dabei wurden zwei Männer verletzt. Danach seien den Ermittlungen zufolge wiederum mehrere Deutsche in das Wohnhaus der Ausländer gestürmt, es habe weitere körperliche Attacken gegeben. Polizisten beendeten die Auseinandersetzung schließlich. Zu Nationalität und Aufenthaltsstatus der Ausländer sowie der genauen Herkunft der Einheimischen konnte die Polizei keine Angaben machen.

In der Asylbewerberunterkunft in der Dresdner Straße wurden drei Personen leicht verletzt, so Polizeisprecher Andreas Loepki zur Leipziger Volkszeitung. Die Polizei schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund derzeit nicht aus.

Die Mitteilung der Polizei Sachsen im Wortlaut:

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es in der letzten Nacht im Bereich der Parkanlage am Bahnhof zu einer wohl noch rein verbal geführten Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen junger Deutscher und Ausländer, wobei sich letztere in ihre Unterkunft an der Dresdner Straße zurückzogen. In der Folge begaben sich zwei Deutsche zu diesem Wohnhaus, schlugen gegen die Haustür und beschädigten eine Scheibe. Daraufhin verließ eine kleinere Gruppe von Ausländern das Gebäude und verfolgte die beiden Deutschen, weshalb es zum neuerlichen Aufeinandertreffen mit der deutlich größeren Gruppe Deutscher (etwa 30 Personen) kam. Aufgrund deren Auftretens begaben sich die Ausländer – unter Verfolgung – zurück zur Unterkunft, welche aber kurz darauf durch wohl zwölf Anwesende/Bewohner wieder verlassen wurde, die mit Messern und Knüppeln bewaffnet waren. Dieser Personenkreis verfolgte nun seinerseits die deutsche Gruppierung und verletzte zwei Männer durch Messerstiche am Oberschenkel schwer. Zudem kam gegenüber einem Dritten offenbar auch ein Elektroschocker zum Einsatz. Im Anschluss daran stürmten dann wohl wiederum mehrere Deutsche in das Wohnhaus der Ausländer, in dessen Inneren weitere körperliche Attacken stattfanden. Die Geschehnisse ereigneten sich innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne und wurden unter schnellstmöglicher Zuführung weiterer Polizeikräfte unterbunden.