Kurse an der Wall Street drehen ins Plus

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
06.02.2018 15:52
Der US-amerikanische Aktienhandel startet am Dienstag mit deutlichen Verlusten, drehte dann jedoch ins Plus.
Kurse an der Wall Street drehen ins Plus

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Auch am Dienstag geht es zur Handelseröffnung an der Wall Street mit den Kursen weiter bergab: Der Dow Jones fiel im Anfangsgeschäft um 2,3 Prozent auf 23.778 Punkte und halbiert dann seine Verluste. Immerhin sah es zunächst nicht nach einem neuen Kurssturz aus. Der S&P500 und der Nasdaq-Composite fielen zunächst ebenfalls um rund zwei Prozent und holten dann wie der Dow rasch auf.

Nach dieser schwachen  Eröffnung machte der Dow Jones seine Verluste wett und stieg um 1,4 Prozent. Auch der S&P500 und der Nasdaq-Composite drehen ins Plus.

„Für einige ist das niedrigere Kursniveau durchaus attraktiv für den Wiedereinstieg“, sagte ein Börsianer. „Es ist schwer zu sagen, ob der Ausverkauf heute noch weiter geht“, erläuterte Scott Brown, Chef-Ökonom beim Vermögensberater Raymond James. Der Absturz von 4,6 Prozent im Dow habe viele Leute auf dem falschen Fuß erwischt und sei auch vom Computerhandel beschleunigt worden. Aber solche Korrekturen seien ein normaler Prozess. „Wo aber der Boden ist, weiß ich nicht“, fügte Brown hinzu.

Fed-Notenbanker James Bullard versuchte die Anleger zu beruhigen: Die jüngsten Arbeitsmarktdaten, die einen Anstieg der Löhne in den USA gezeigt und damit die Spekulationen auf stärkere Zinserhöhungen der Fed ausgelöst hatten, seien kein Signal für eine Inflationsbeschleunigung.

Am jüngsten Börsen-Ausverkauf waren laut Goldman-Analyst John Marshall vor allem die extrem angestiegenen Kursschwankungen schuld. „Der Anstieg des VIX-Index um 20 Punkte war die größte absolute und auch prozentuale Veränderung jemals“, schrieb der Experte. Der Volatility Index ist ein Gradmesser für die erwarteten Schwankungen des marktbreiten S&P-500 Index - der VIX gilt daher als eine Art Angstbarometer. Er war am Montag von 17 auf 37 Punkte nach oben geschnellt auf den höchsten Stand seit August 2015.

Am Dienstag überstieg der VIX-Index die Marke von 50 Punkten, sackte dann jedoch auf etwa 25 Punkte ab.

Nach einem Kurseinbruch kauft die Credit Suisse ein in den USA gehandeltes Finanzprodukt für geringere Kursschwankungen zurück. Die Anleger erhalten eine Barzahlung entsprechend des Werts der VelocityShares Daily Inverse VIX Short Term ETN (XIV) genannten Papiere am 15. Februar, wie die Schweizer Großbank am Dienstag mitteilte. Keine anderen Exchange Traded Notes (ETN) der Credit Suisse seien von dieser Ankündigung betroffen.

Bei den Papieren mit dem Börsenkürzel XIV handelt es sich um ein komplexes Finanzprodukt, mit dem Investoren auf eine rückläufige Volatilität an den US-Aktienbörsen wetten können. Doch mit dem Kurssturz an der Wall Street, die am Montagabend teilweise 1600 Punkte und damit so stark wie noch nie einbrach, sackten die Derivate anschließend im nachbörslichen Handel 84 Prozent ab. Laut dem Börsenprospekt ist ein Rückkauf grundsätzlich ab einem Wertverlust von 80 Prozent möglich.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die zehn großen Risiken für die Weltwirtschaft im Jahr 2020

Die Weltwirtschaft wird 2020 weiter wachsen, sagt Anatole Kaletsky voraus. Aber: Das globale Wachstum sei auch Risiken ausgesetzt, warnt...

DWN
Politik
Politik Korruption bei der UN in Afrika: Wer am meisten zahlt, darf nach Europa

Das Umsiedlungsprogramm der UN-Organisation UNHCR wird von einem Korruptionsskandal erschüttert. Demnach besorgten Mitarbeiter in Afrika...

DWN
Politik
Politik Libyen: Haftar lässt Ölproduktion blockieren, Öl wird teurer

Trotz der Libyen-Konferenz in Berlin haben die Truppen des libyschen Warlords Haftar zwei große Ölproduktions-Stätten in Libyen...

DWN
Politik
Politik Die Berliner Libyen-Konferenz: Zu viele Köche verderben den Brei

Die von der Bundesregierung ausgerufene Libyen-Konferenz in Berlin hat einen Friedensplan hervorgebracht. Doch ob sich dieser jemals...

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler-Chef mahnt Arbeiter vor Tarifverhandlungen zur Mäßigung

Daimler bereitet sich auf Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften vor. Konzernchef Källenius mahnt die Arbeitnehmer-Vertreter schon im...

DWN
Deutschland
Deutschland Hessen: Steuerfahnder müssen künftig kugelsichere Westen tragen

In Hessen nimmt die Gewalt gegen Steuerfahnder zu. Deshalb müssen die Beamten künftig im Rahmen ihrer Einsätze kugelsichere Westen...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt geht seinem Ende entgegen

Die Zahl der Beschäftigten ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 400.000 gestiegen. Dabei haben sich auch die Bruttolöhne...

DWN
Deutschland
Deutschland Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland zahlen den Spitzensteuersatz

Immer mehr Arbeitnehmer zahlen in Deutschland den Spitzensteuersatz, der für Top-Verdiener gedacht ist. Nach neuesten Zahlen gehörten...

DWN
Politik
Politik Nur wenige Linksextremisten nutzen bundesweit erstes Aussteigerprogramm

In NRW haben bisher nur wenige Linksextremisten das bundesweit erste Aussteigerprogramm genutzt.

DWN
Politik
Politik China führt Schwarze Liste deutscher Unternehmen

Die chinesische Regierung führt eine Schwarze Liste mit angeblichen Verstößen deutscher Unternehmen im Land.

DWN
Finanzen
Finanzen Eine Handvoll anonymer Firmen entscheidet darüber, ob das deutsche Bankensystem funktioniert

Zahlungsabwicklungen oder Wertpapiertransaktionen deutscher Banken werden von einer Handvoll kaum bekannter Unternehmen durchgeführt....

DWN
Finanzen
Finanzen CDU fordert Vermögensprüfung bei Bezug von Grundrente

Die CDU sträubt sich gegen die Einführung einer Grundrente ohne Vermögensprüfung. Die Grundrente, die aus Steuermitteln finanziert...

DWN
Politik
Politik Trumps Drohnen-Angriff auf Soleimani: Die ganze Wahrheit

DWN-Analyst Michael Bernegger zeigt die wahren Gründe auf, warum Präsident Donald Trump den iranischen General Qassem Soleimani töten...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Industrie wartet immer noch auf den Aufschwung

Das Verarbeitende Gewerbe, das für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung so wichtig ist, hat das Jahr 2019 im tiefroten Bereich beendet....

celtra_fin_Interscroller