Katar verbietet Handel mit Kryptowährungen

Die Zentralbank von Katar hat den Handel mit Kryptowährungen komplett verboten.

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Die Skyline der Hauptstadt Doha: Immer mehr Notenbanken und Aufsichtsbehörden versuchen den bislang weitgehend unregulierten Handel mit Kryptowährungen einzudämmen. (Foto: dpa)

Die Skyline der Hauptstadt Doha: Immer mehr Notenbanken und Aufsichtsbehörden versuchen den bislang weitgehend unregulierten Handel mit Kryptowährungen einzudämmen. (Foto: dpa)

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Die Zentralbank in Katar hat Finanzkreisen zufolge Banken den Handel mit Krytowährungen wie Bitcoin verboten. Finanzinstitute und Börsenbetreiber in dem Land seien „freundlich aufgefordert“ worden, in keiner Art und Weise mit den Cyberdevisen zu handeln, sie in andere Währungen zu tauschen oder Konten für den Handel mit Bitcoin & Co. zu eröffnen, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zentralbank werde im Falle einer Umgehung des Verbots Strafen verhängen, hieß es zudem in einem Schreiben der Aufsichtsbehörde, in das Reuters Einsicht hatte.

Die größte und bekannteste Kryptowährung Bitcoin hat nach dem Boom im Vorjahr in den vergangenen Wochen stark an Wert verloren. Ein Bitcoin verbilligte sich am Donnerstag auf 6.857 Dollar nachdem er im Dezember noch fast 20.000 Dollar gekostet hatte.

Immer mehr Notenbanken und Aufsichtsbehörden versuchen den bislang weitgehend unregulierten Handel mit Kryptowährungen einzudämmen. Zuletzt warnte die Dachorganisation der Zentralbanken (BIZ) vor den Risiken im Zusammenhang mit Bitcoin und anderen Cyberdevisen wie Ethereum oder Ripple. In Indien ist ein Komplettverbot von virtuellen Währungen im Gespräch. Südkorea kündigte eine strengere Regulierung an. China plant einem Medienbericht zufolge die schon umgesetzten gesetzlichen Beschränkungen ebenfalls weiter zu verschärfen. Verboten ist dort etwa schon die Kapitalaufnahme mit Hilfe sogenannter Initial Coin Offerings (ICOs), außerdem haben mehrere Kryptobörsen ihre Pforten geschlossen.