Deutsche legen mehr Geld in Aktien an

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland ist im vergangenen Jahr um über eine Million gestiegen.

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Die Zahl der Aktienbesitzer in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder auf über zehn Millionen gestiegen. Dies sei der höchste Stand seit zehn Jahren und entspreche dem Niveau von vor der internationalen Finanzkrise, teilte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Montag in Frankfurt am Main mit. Im Jahresdurchschnitt habe die Zahl der Aktienbesitzer 2017 um 1,1 Millionen oder rund zwölf Prozent höher gelegen als im Jahr 2016.

Wie die Statistik zeigt, verstärkte sich im vergangenen Jahr das demographische Muster der Aktionäre:  Überdurchschnittlich viele von ihnen haben demnach ein relativ hohes Bildungsniveau, verdienen überdurchschnittlich gut, leben im Westen Deutschlands und sind über 50 Jahre alt. So verfügte von den etwa 1,1 Millionen hinzu gekommenen Aktienbesitzern eine Million über ein Nettohaushaltseinkommen von über 3.000 Euro monatlich. Knapp eine Million stammt aus dem Westen, rund 750.000 sind über 50 Jahre alt.

Das Aktieninstitut nannte es vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine bleibende Herausforderung für die Politik, insbesondere die jüngeren und einkommensschwächeren Schichten der Bevölkerung an die Aktienanlage heranzuführen.

DAI-Chefin Christine Bortenlänger erklärte zudem, die wieder gestiegenen Aktionärszahlen seien noch kein Grund zur Entwarnung für die Aktienkultur. Der Lackmustest einer längeren Phase fallender Kurse oder steigender Zinsen auf alternative Anlageformen stehe noch aus.