Japan: Unternehmen bauen Netz aus Wasserstoff-Tankstellen auf

Elf Konzerne bauen in Japan ein Netz für Wasserstoff-Tankstellen auf.

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Die großen japanischen Autobauer haben gemeinsam mit Energiefirmen und Investoren eine Allianz zum Bau neuer Wasserstofftankstellen gegründet. Das Joint Venture habe sich zum Ziel gesetzt, binnen vier Jahren 80 solcher Stationen in Japan zu errichten, erklärten Toyota, Nissan und Honda am Montag. Derzeit gibt es in dem Land 101 Wasserstofftankstellen, die rund 2.400 Brennstoffzellenfahrzeuge versorgen.

Es gebe einen großen Spielraum für Kooperation, das sei sinnvoller, als nach Möglichkeiten für Wettbewerb zu suchen, sagte Toyota-Vizepräsident Shigeki Terashi vor Journalisten. Die neue Allianz namens Japan H2 Mobility oder JHyM ist ein Zusammenschluss aus den drei Autobauern, Gas- und Energiefirmen wie dem französischen Unternehmen Air Liquide und Investoren wie der japanischen Entwicklungsbank.

Toyota hatte 2014 mit dem Mirai den nach eigenen Angaben ersten massentauglichen Brennstoffzellenwagen auf den Markt gebracht. Nissan und Honda haben eigene Projekte. Autobauer weltweit investieren seit Jahren in die Technologie, um den Anschluss auf dem Markt für umweltfreundliche Autos nicht zu verpassen.

JHyM-Chef Hideki Sugawara erklärte, durch die Zusammenarbeit würden die Kosten für den Bau der Tankstellen gesenkt. Ein geografisch breit gefächertes Angebot an Tankstellen sei Voraussetzung für eine steigende Nachfrage nach den Fahrzeugen, betonte er. Japan hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 rund 900 Wasserstofftankstellen in Japan stehen, die dann 800.000 Fahrzeuge versorgen – davon ist das Land gleichwohl weit entfernt.