Preis des Industriemetalls Rhodium steigt stark

Der Preis für Rhodium ist erheblich im Steigen begriffen.

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Rhodium wird an den Rohstoffbörsen heute dreimal so hoch gehandelt wie noch vor eineinhalb Jahren. (Foto: dpa)

Rhodium wird an den Rohstoffbörsen heute dreimal so hoch gehandelt wie noch vor eineinhalb Jahren. (Foto: dpa)

In den letzten eineinhalb Jahren ist der Preis für Rhodium um mehr als das Dreifache gestiegen. Das meldet der Online-Dienst „Financial Express“. Derzeit schlägt die Feinunze (31,1 Gramm) mit knapp über 2.022 Euro zu Buche. Das ist fast das Doppelte dessen, was die Feinunze Gold kostet (circa 1.046 Euro).

Rhodium wird für die Herstellung von Katalysatoren für Benziner benötigt. Der Abbau des Edelmetalls ist sehr aufwendig. Für gewöhnlich geschieht er im Zusammenhang mit der Gewinnung von Platin. Platin spielt eine wichtige Rolle für die Fertigung der Katalysatoren von Diesel-Autos. Da deren Produktion jedoch eingebrochen ist, ist die Nachfrage nach Platinum stark zurückgegangen. Mit „Impala Platinum Holdings“ (Südafrika) und „Lonmin“ (Großbritannien) haben zwei der wichtigsten Bergbaugesellschaften ihre Platin-Minen geschlossen. Die Folge: Rhodium ist knapper geworden – und dementsprechend im Preis gestiegen. Laut dem Gründer des Londoner Edelmetall-Beratungshauses „Metals Focus“, Nikos Kavalis, könnte der Preis in Kürze auf 2.600 Euro steigen. Vor rund zehn Jahren war der Preis bereits einmal auf mehr als 8.500 Euro hochgegangen, nachdem südafrikanische Minen wegen jahrelanger Energiekrisen ihre Abbau-Tätigkeiten stark zurückschrauben mussten.

Was den Preis wieder fallen lassen könnte, ist laut Simona Gambarini die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft. Die am Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut „Capital Economics“ arbeitende Volkswirtin hält es für möglich, dass der Rhodium-Preis bis Ende des Jahres wegen der fehlenden Nachfrage aus dem Reich der Mitte auf etwa 1.680 Euro die Unze zurückgeht.

Sollte die Nachfrage nach dem Edelmetall nicht nachlassen, werden die Käufer unter Umständen auf Bestände in Form von Barren oder sogar Münzen zurückgreifen müssen.