Indien gerät in den Sog der Schulden-Krise

Der Verfall der Rupie hat dazu geführt, dass Indien Milliarden an höheren Zinszahlungen leisten muss.

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Verfall der Rupie: Ein Mann sortiert am 29.08.2013 im indischen Jammu Rupienscheine (Foto: dpa)

Ein Mann sortiert am 29.08.2013 im indischen Jammu Rupienscheine (Foto: dpa)

Der Verfall der Rupie zum US-Dollar hat dazu geführt, dass der Staat umgerechnet etwa 8,1 Milliarden Euro mehr als geplant für die Zinsen auf kurzlaufende Staatsanleihen bezahlen muss. Dies geht aus Daten hervor, welche die indische Zentralbank veröffentlicht hat.

Der Wertverfall ist signifikant. Am Donnerstag erreichte die Rupie mit über 72 Rupien zum Dollar einen historischen Tiefstand. Da gleichzeitig auf die in Dollar notierten Ölpreise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen sind, muss die Regierung viel höhere Kosten als geplant für die Energieimporte tragen.

Die Preise für die gesamten Importe liegen zur Zeit bereits auf dem höchsten Niveau seit dem Finanzjahr 2014, zeigen Berechnungen von Bloomberg. Indien muss im laufenden Jahr zudem wahrscheinlich noch etwa 85 Milliarden Euro an kurzfristigen Schulden zurückzahlen.