Chinesische Konsumgüter-Industrie steckt in schwerer Krise

Die chinesische Konsumgüter-Industrie steckt in der Krise.

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Die Ware ist da - aber die Chinesen sind beim Kauf zögerlich. (Foto: dpa)

Die Ware ist da – aber die Chinesen sind beim Kauf zögerlich. (Foto: dpa)

Die erfolgsverwöhnte chinesische Konsumgüter-Industrie steckt in einer ausgemachten Krise. Wie Bloomberg berichtet, verlor der Hersteller von Edel-Spirituosen „Moutai“ innerhalb von sechs Tagen 30 Milliarden Dollar an Börsenwert. Seit Juni dieses Jahres haben die Hersteller von Konsumgütern mehr als 300 Milliarden Dollar Wertverlust hinnehmen müssen. Der Aktienindex CSI 300, der die Kursentwicklung an den beiden größten Börsen Chinas – Schanghai und Shenhen – abbildet, ließ im Oktober um 22 Prozent nach. Das ist der größte Verlust seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008.

Auch der Auto-Boom in China neigt sich dem Ende zu.

Marktbeobachter führen die Rückschläge nicht zuletzt auf die Folgen des amerikanisch-chinesischen Handelskriegs zurück, der das Reich der Mitte wirtschaftlich mehr trifft, als Ökonomen vor noch gar nicht langer Zeit erwartet hatten. Weitere Gründe für die Kaufzurückhaltung der chinesischen Konsumenten sind nach Meinung von Analysten außerdem die steigenden Lebenshaltungskosten, vor allem die steigenden Mieten.

Das chinesische Politbüro hat Maßnahmen angekündigt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dazu gehören unter anderem eine Halbierung der Steuer auf Neuwagen von zehn auf fünf Prozent sowie eine Reduzierung der Einkommenssteuer.