Deutschland

Inflation in Deutschland geht kräftig zurück

Die Inflation ist im Januar kräftig zurückgegangen. Volkswirte hoffen auf eine kräftige Belebung der Konjunktur.
21.02.2019 15:46
Lesezeit: 1 min

Die Inflation geht zurück: Kaum noch steigende Preise für Benzin und Nahrungsmittel haben sich zu Jahresbeginn in einer geringeren Teuerungsrate bemerkbar gemacht. Sie fiel im Januar mit 1,4 Prozent so niedrig aus seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung bestätigte. Im Dezember hatte die Teuerungsrate noch 1,6 Prozent betragen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die Euro-Zone mittelfristig einen Wert von knapp zwei Prozent an, den sie als Idealwert für die Konjunktur ansieht.

„Maßgeblich verantwortlich für die geringere Inflationsrate war die Preisentwicklung bei Energieprodukten", erklärten die Statistiker. Energie kostete nur noch 2,3 Prozent mehr als im Januar 2018. Im Dezember lag das Plus noch bei 4,9 Prozent, im November sogar bei 8,7 Prozent. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich diesmal nur noch um 0,3 Prozent. Auch Nahrungsmittel kosteten nur wenig mehr. Hier zogen die Preise um 0,8 Prozent an. Teurer wurden vor allem Gemüse (+6,3 Prozent), Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+2,4) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+1,7). Obst verbilligte sich hingegen um 5,1 Prozent, Molkereiprodukte um 1,3 Prozent.

Die nachlassende Inflation kommt für die deutsche Wirtschaft zu rechten Zeit, stärkt sie doch die Kaufkraft von Millionen Verbrauchern. Das lässt Experten darauf hoffen, dass der private Konsum spürbar wächst. Die Exporte stehen dagegen wegen der schwächeren Weltkonjunktur, des Handelskonflikts mit den USA und Risiken wie dem Brexit unter Druck. Die Bundesregierung rechnet deshalb im laufenden Jahr nur mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. 2018 hatte es noch zu 1,4 Prozent gereicht.

X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Panorama
Panorama Marode Infrastruktur: Deutschlands bröckelnde Brücken - Geld allein reicht nicht
03.04.2025

500 Milliarden aus dem Schuldenpaket von Union und SPD sollen in die marode Infrastruktur fließen: Brücken, Schienen und Straßen – oft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trump-Zölle könnten Preiskarussell, Zinserhöhungen und Insolvenzen anheizen - die EU bereitet sich vor
02.04.2025

Die Regierungen weltweit bereiten sich auf die massive Einführung von Zöllen durch US-Präsident Donald Trump vor, die, so sein Plan,...

DWN
Finanzen
Finanzen Tesla-Aktie stürzt ab: Miese Tesla-Auslieferungen belasten - was das für Anleger bedeutet
02.04.2025

Die weltweiten Auslieferungen des US-Autobauers Tesla sind im vergangenen Quartal um 13 Prozent auf 336.681 Fahrzeuge zurückgegangen....

DWN
Panorama
Panorama Polizei: Kriminalstatistik 2024 zeigt Ausländeranteil bei Gewaltdelikten in Deutschland steigt deutlich
02.04.2025

Die Kriminalstatistik der Polizei offenbart ein besorgniserregendes Bild: Die Zahl der erfassten Gewalttaten ist 2024 um 1,5 Prozent...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz erwägt Ausstieg aus dem Billigsegment in den USA aufgrund von Trump-Zöllen
02.04.2025

Die Mercedes-Benz Group prüft derzeit, ob sie ihre günstigsten Fahrzeugmodelle in den USA aus dem Sortiment nimmt. Hintergrund sind die...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Volatile Märkte vor Trumps Zollerklärung
02.04.2025

Die US-Börsen dürften überwiegend mit Verlusten in den Mittwochshandel starten, vorbörslich stecken die Technologieindizes an der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DWS-Aktie unter Druck: Deutsche-Bank-Tochter muss Millionenstrafe wegen Greenwashing zahlen
02.04.2025

Die DWS, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, wurde in Deutschland zu einer Millionenstrafe wegen "Greenwashing"-Vorwürfen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kurzarbeit statt Massenarbeitslosigkeit? Verlängerung des Kurzarbeitergeldes steht in der Kritik
02.04.2025

Die Wirtschaft steckt fest in einer Strukturkrise: seit 5 Jahren kein Wachstum. Die Folge: Immer mehr Unternehmen bauen Stellen ganz ab...