Finanzen

Neuer Rekord: Unternehmen zahlen Dividenden in Billionen-Höhe

2018 war für Dividenden weltweit ein Rekordjahr. Die deutschen Aktien-Unternehmen erhöhten ihre Ausschüttungen erheblich.
23.02.2019 20:14
Lesezeit: 1 min

Weltweit ist das Jahr 2018 für Aktionäre ein gutes gewesen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Londoner Fonds-Gesellschaft „Janus Henderson“. Danach schütteten die Aktien-Unternehmen insgesamt Gewinne in Höhe von 1,37 Billionen Dollar aus, ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei erhöhten 90 Prozent der Unternehmen ihre Dividende oder behielten sie bei, lediglich zehn Prozent verringerten sie. Besonders hohe Zuwachsraten verzeichneten der Bergbau, die Öl-Industrie und der Finanz-Sektor, wobei letzterer in absoluten Zahlen die höchsten Dividenden ausschüttete. Die Firma mit den – in absoluten Zahlen – höchsten Dividenden war Shell, es folgen Apple, Exon Mobil und Microsoft.

Ein, so der Janus-Henderson-Bericht, „herausragendes Ergebnis“ verzeichnete Deutschland: Hier stiegen die Ausschüttungen von 38 Milliarden Dollar auf 47,5 Milliarden (ein Plus von 25 Prozent). Gemessen an der Stärke der deutschen Wirtschaft (die nach den USA, China und Japan die viertgrößte der Welt ist), sind die Ausschüttungen in absoluten Zahlen jedoch relativ gering.

Freuen durften sich die Anteilseigner amerikanischer Unternehmen. Die US-Firmen erhöhten ihre Ausschüttungen von 476 Milliarden auf 510 Milliarden Dollar (ein Plus von 7,1 Prozent). Lediglich jedes 25te US-Unternehmen senkte seine Dividende. Besonders stark war jedoch das Wachstum in den Schwellenländern. Hier erhöhten sich die Ausschüttungen von 103 auf 121 Milliarden Dollar (ein Plus von 17,5 Prozent). Vor allem die russischen und die chinesischen Energie- und Rohstoff-Unternehmen trugen zu diesem starken Wachstum bei. Auch in Europa gab es eine sehr starke Zunahme, und zwar von 225 auf 256 Milliarden Dollar (ein Plus von 13,8 Prozent).

Auch für das Jahr 2019 rechnet die „Janus Henderson“ mit einer Zunahme der Dividenden-Zahlungen, allerdings einer schwächeren als 2018. Der von den Analysten erwartete Wert beträgt fünf Prozent.

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