Auftrieb im April

Preise für Heizöl, Benzin und Diesel steigen stark

Die Energiepreise sind im April stark angestiegen.

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Mit Steck-Ziffern ändert ein Tankstellenmitarbeiter am 22.04.2012 die Benzinpreise an der Anzeigentafel einer Tankstelle in Hannover. (Foto: dpa)

Mit Steck-Ziffern ändert ein Tankstellenmitarbeiter am 22.04.2012 die Benzinpreise an der Anzeigentafel einer Tankstelle in Hannover. (Foto: dpa)

Die Verbraucherpreise sind im April stark angestiegen: Im Vorjahresvergleich legten sie um 2,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Preise für Energieprodukte stiegen dabei gegenüber April 2018 um f

Im März hatte sich die Inflation noch abgeschwächt, die Teuerung betrug nur noch 1,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat legten die Preise im April um 1,0 Prozent zu. 

Verbraucher mussten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe im April 4,6 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Aus den Daten Statistischer Landesämter geht zudem hervor, dass sich Pauschalreisen um teilweise 11 Prozent verteuerten. Wegen des relativ späten Zeitpunkts der Osterferien seien die damit verbundenden höheren Preise in den April und nicht wie im Vorjahr in den März gefallen, erläuterte Commerzbank-Experte Ralph Solveen.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den Euroraum insgesamt mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an – weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise können Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft.

Im März war die jährliche Teuerungsrate im Euroraum jüngsten Daten zufolge auf 1,4 Prozent gesunken. Angesichts der Konjunkturabkühlung und der vergleichsweise schwachen Inflation bleiben die Währungshüter vorerst auf Niedrigzinskurs. Eine erste Zinserhöhung hatte der EZB-Rat jüngst bis mindestens 2020 verschoben. Sparer müssen sich also noch gedulden.

Tagesgeld, Sparbuch und Co. werfen wegen der Zinsflaute kaum noch etwas ab. Bei steigenden Verbraucherpreisen verlieren Sparer unter dem Strich Geld. Kreditnehmer profitieren dagegen von dem billigen Geld im Euroraum.