Deutschland

Zahl der Geldautomaten in Deutschland sinkt seit drei Jahren

Die Nullzinspolitik der EZB wirkt sich seit einigen Jahren auch auf die Anzahl der Geldautomaten aus.
21.05.2019 07:07
Lesezeit: 1 min

Die Zahl der Geldautomaten in Deutschland geht laut einem Zeitungsbericht langsam, aber stetig zurück. 2018 habe die Zahl der Geldautomaten das dritte Jahr in Folge abgenommen, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Montag unter Berufung auf eine in ihrem Auftrag erstellte Berechnung des Analysehauses Barkow Consulting. Demnach sank die Zahl der Automaten im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 57.800 landesweit.

In den vergangenen drei Jahre sei damit jeder 20. Geldautomat verschwunden, heißt es in dem Bericht. "Banken und Sparkassen müssen Kosten sparen, und nicht überall lohnt sich noch ein Geldautomat", sagte Bankenexperte Peter Barkow der "SZ".

Noch drohe den Deutschen keine schlimme Versorgungslücke, schreibt die Zeitung. Vor allem auf dem Land aber spürten die Bürger die Entwicklung.

In den vergangenen zwanzig Jahren hatten die Banken laut "SZ" jedes Jahr mehr Geldautomaten aufgestellt. Der erste ging demnach 1968 in Tübingen in Betrieb, 1994 seien es dann bundesweit 29.400 Automaten gewesen. Bis 2015 habe sich die Zahl verdoppelt. Erst seit drei Jahren bauen die Kreditinstitute per Saldo mehr Geldautomaten ab, als sie neue bereitstellen.

Der Schrumpfkurs liegt dem Bericht zufolge im Wesentlichen daran, dass auch die Zahl der Bankfilialen zurück geht. Die Institute begründen den Abbau mit Belastungen durch die von der EZB zu verantwortende Niedrigzinsphase und mit einer sinkenden Nachfrage. Schließlich floriert der Onlinehandel und Verbraucher können immer häufiger im Laden ab einem Mindesteinkaufswert Bargeld mit der EC-Karte abheben.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Politik
Politik AfD-Kandidat erstmals ins Verfassungsgericht gewählt: Zweidrittelmehrheit im Thüringer Landtag
05.04.2025

Die AfD hat einen Kandidaten für den Thüringer Verfassungsgerichtshof durchgesetzt: Rechtsanwalt Bernd Falk Wittig wurde mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stahlindustrie: Aufrüsten für Deutschlands Sicherheit?
05.04.2025

Die deutsche Stahlindustrie befindet sich seit Jahren schon im Dauerkrisenmodus. Doch jetzt soll aufgerüstet werden, eventuell sogar mit...

DWN
Politik
Politik Russischer Angriff auf Nato-Staaten? Deutsche Sicherheitsexperten warnen vor Panikmache
05.04.2025

Ukraine-Krieg: Zahlreiche Sicherheitsexperten kritisieren Alarmismus wegen eines potenziellen russischen Angriffs. Ihre Kritik: Diplomatie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Social-Media-Recruiting: So gelingt die Talentsuche in sozialen Netzwerken
05.04.2025

Social-Media ist längst nicht mehr nur eine Privatangelegenheit, sondern wird auch von Unternehmen gezielt zur Bewerbung ihrer Produkte,...

DWN
Panorama
Panorama Seltene-Erden-ETFs: Welche Fonds sich jetzt lohnen
05.04.2025

KI, Rüstung, Energiewende: Seltene-Erden-ETFs gewähren Zugang zu einem boomenden Rohstoffsegment. Das gescheiterte Rohstoffabkommen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ORWO Kult-Fotofirma insolvent: DDR-Traditionsmarke und Cewe-Konkurrent
05.04.2025

Letzte Aufnahme? Dort, wo der erste Farbfilm der Welt entwickelt wurde, wird bis heute auf Fototechnologie gesetzt. Auch Drogerieketten...

DWN
Politik
Politik Strafgebühren im Gesundheitswesen? Wie verpasste Termine das System belasten
05.04.2025

Angesichts langwieriger Wartezeiten in Facharztpraxen wird nun verstärkt darüber diskutiert, ob finanzielle Sanktionen für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland weiter attraktiv für westliche Firmen: Geschäfte mit Russland könnten deutschen Autobauern helfen
05.04.2025

Viertgrößte Volkswirtschaft der Welt: Nach Einschätzung eines Wirtschaftsexperten kann Russland nach einem Ende des Ukraine-Kriegs mit...