Unternehmen

Rüstungsindustrie: Maschinenbauer Trumpf will vom Rüstungsboom profitieren

Auch der schwäbische Maschinenbauer Trumpf steht vorm Einstieg in das Rüstungsgeschäft: Der Laserspezialist gibt bekannt, seine Technologien künftig auch der Rüstungsindustrie zur Verfügung zu stellen. Der Boom der Verteidigungsindustrie lockt mit neuen Aufträgen und staatlichen Milliarden.
20.08.2025 22:25
Lesezeit: 1 min

Maschinenbauer Trumpf stellt Technologie für Rüstungsindustrie bereit

Der schwäbische Maschinenbauer und Laserspezialist Trumpf könnte künftig seine Produkte auch an Unternehmen aus der Rüstungsindustrie liefern. Die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen weltweit hätten sich in den letzten Monaten noch einmal verändert, teilte ein Sprecher auf DPA-Anfrage mit.

Vor diesem Hintergrund habe es nach intensiven Diskussionen eine Entscheidung der Unternehmerfamilie und des Unternehmens gegeben, Trumpf-Technologien für defensive Verteidigungslösungen zur Verfügung zu stellen. Zuvor hatte die „Neue Zürcher Zeitung“ darüber berichtet.

„Die Entwicklung und Produktion von lasergestützten Waffensystemen und Komponenten von Waffensystemen sowie die Belieferung von Kunden aus der Rüstungsindustrie ist danach möglich, wenn es sich ausschließlich um Defensivwaffen handelt“, teilte der Sprecher weiter mit. „Nur das und nichts anderes werden wir potenziellen Kunden in Zukunft anbieten können“, so der Sprecher.

Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr

Zuletzt hatte das Unternehmen aus dem schwäbischen Ditzingen für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatzrückgang von 5,2 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro verkündet. Der Auftragseingang sei von 4,6 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden Euro gesunken. Zum Gewinn machte Trumpf keine Angaben. Die endgültigen Zahlen inklusive des Ergebnisses sollen im Oktober veröffentlicht werden. Das Geschäftsjahr von Trumpf endete Ende Juni.

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