Gemischtes

Snapchat unter Zeitdruck: Börsengang schneller als erwartet

Lesezeit: 1 min
17.11.2016 09:13
Snapchat setzt auf seine Beliebtheit und eilt an die Börse. Die App ist hauptsächlich werbe-finanziert.
Snapchat unter Zeitdruck: Börsengang schneller als erwartet

Mehr zum Thema:  
Börse >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Börse  

Snapchat ist ein der populärsten Foto-Apps derzeit. Die Macher wollen dies nutzen und haben den mit Spannung erwarteten Börsengang laut Medienberichten bereits auf den Weg gebracht. Der App-Betreiber Snap Inc. habe kürzlich bei der US-Börsenaufsicht SEC vertraulich die nötigen Papiere für eine Erstnotiz eingereicht, berichteten unter anderem der Finanzdienst Bloomberg und das Wall Street Journal. Der Antrag für den Schritt auf das Börsenparkett sei bereits vor der US-Präsidentenwahl am 8. November eingegangen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Als frühestmöglicher Zeitpunkt für die Aktienplatzierung gilt der kommende März. Das ist zeitiger als erwartet. Den Berichten zufolge liegt eine mögliche Börsenbewertung zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar. Das wären weniger als die 25 bis 35 Milliarden Dollar, von denen Ende Oktober noch die Rede war. Damals wurde der angepeilte Erlös des Börsengangs von eingeweihten Kreisen noch auf bis zu vier Milliarden Dollar beziffert.

Snapchat wurde vor allem bekannt mit Fotos, die von selbst verschwinden, wenn sie angesehen wurden. Inzwischen hat sich die App immer mehr zu einer Plattform für Medieninhalte entwickelt. Nach früheren Informationen kommt sie auf rund 150 Millionen Nutzer täglich. Das Start-up hinter der App benannte sich von Snapchat in Snap um und startete jüngst den Verkauf einer Sonnenbrille mit Kamera. Das 130 Dollar teure Gerät wird in kleinen Stückzahlen aus einem Automaten verkauft, der an wechselnden Standorten aufgestellt wird.

Nach bisherigen Informationen peilte Snap für dieses Jahr einen Umsatz von bis zu 350 Millionen Dollar an – und die Milliarden-Marke für 2017. Die Zielmarke im laufenden Jahr sei bereits übertroffen worden, schrieb jetzt das Wall Street Journal. 2015 habe Snapchat erst 60 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet. Snap macht sein Geld mit Werbung und setzt inzwischen ein automatisiertes System für Anzeigenkunden ein.

Da Snap weniger als eine Milliarde Dollar Jahresumsatz hat, kann die Firma das Börsenprospekt unter Verschluss bei der Aufsichtsbehörde SEC einreichen und Details ohne öffentliche Aufmerksamkeit klären. Auch andere Start-ups haben bereits Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht. Investoren hoffen, dass Snap dem zuletzt flauen Markt für Tech-Börsengänge neue Impulse geben kann.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Börse >

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Target2 macht's möglich: Deutsche Netto-Auslandsvermögen in Gefahr

Die Target-Forderungen Deutschlands innerhalb der EU haben längst astronomische Höhen erreicht. Ökonomen hatten zuvor inständig davor...

DWN
Politik
Politik Drohung aus der EU: „Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo“ gegen Russland

Ein hochrangiger deutscher EU-Vertreter droht Russland bei einem Angriff auf die Ukraine mit einem Gas-Embargo, einem Ausschluss aus dem...

DWN
Politik
Politik Drei Brennpunkte bedrohen den Frieden: Schickt der Westen nur Berater - oder seine Armeen?

In seinem meinungsstarken Artikel analysiert DWN-Kolumnist Roland Barazon die weltweite Sicherheitslage.

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ernste Lage: Versorgungsengpass bei Lebensmitteln und Rohstoffen droht

In zahlreichen Branchen innerhalb der deutschen Lieferkette droht ein Kollaps bei der Versorgung. „Dann sprechen wir nicht mehr bloß...

DWN
Politik
Politik EU-Direktorin für Impfstoff-Zulassung war Pharma-Lobbyistin – unter anderem für AstraZeneca

Die aktuelle Direktorin der Europäischen Arzneimittelagentur, die für die Impfstoffzulassung verantwortlich ist, war zuvor für den...

DWN
Deutschland
Deutschland Gesetzes-Verschärfung steht bevor: Regierung will deutschlandweite Ausgangsbeschränkungen - Bundestag dürfte zustimmen

Die Bundesregierung will mittel einer Gesetzesverschärfung die Einspruchmöglichkeiten der Länder brechen.

DWN
Finanzen
Finanzen Banken sprechen von "Verwahrentgelt": In Wahrheit handelt es sich um Strafzinsen

Immer mehr deutsche Banken und Sparkassen berechnen ihren Kunden Strafzinsen.