Politik

USA lehnen ersten Bitcoin-Indexfonds ab: Kurs bricht ein

Lesezeit: 1 min
11.03.2017 00:55
Die US-Börsenaufsicht hat einem ersten Indexfonds (ETF) auf die Digital-Währung Bitcoin eine Absage erteilt.
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Die SEC erklärte am Freitag nach Börsenschluss in den USA, dem Antrag von Cameron und Tyler Winklevoss werde nicht stattgegeben. "Die Kommission stellt fest, dass Bitcoin sich in einem relativ frühen Stadium seiner Entwicklung befindet", hieß es in der Begründung. Im Laufe der Zeit könnten regulierte Bitcoin-Märkte von bedeutender Größe entstehen. Tyler Winklevoss kündigte an, sich weiter um eine Zulassung bemühen zu wollen. "Wir haben diese Reise vor fast vier Jahren begonnen", erklärte er. "Und wir sind entschlossen, sie zu Ende zu bringen."

Die Entscheidung der SEC ließ den Kurs der Cyber-Währung zunächst um 18 Prozent einbrechen, später erholte sie sich etwas und lag sieben Prozent tiefer. Experten hatten erklärt, eine Genehmigung würde das Ansehen von Bitcoin deutlich aufwerten. Dabei handelt es sich um eine seit 2009 existierende virtuelle Währung, die an speziellen Börsen in reales Geld getauscht werden kann. Für Bitcoin steht keine Regierung oder Zentralbank ein. Der Kurs wird allein durch Nachfrage und Angebot bestimmt.

Hinter dem geplanten ETF standen die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss, die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vorwerfen, er habe ihre Idee für das inzwischen milliardenschwere Online-Netzwerk geklaut. Die ehemaligen Ruder-Olympioniken bekamen nach dem langen Rechtsstreit mit Zuckerberg eine Abfindung von 65 Millionen Dollar und haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, Bitcoin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie betreiben bereits die Bitcoin-Börse Gemini.

Die Winkelvoss-Zwillinge sind nicht die Einzigen, die eine Zulassung beantragt haben. Der SEC liegen Anfragen von drei weiteren Gruppen vor. Fachleute trauen virtuellen Bezahlsystemen wie Bitcoin großes Zukunftspotenzial im Zahlungsverkehr zu. Da Bitcoin schnell und anonym rund um die Welt transferiert werden kann, ist sie unter anderem für jene interessant, die sich den Kapitalkontrollen in ihrem Land entziehen wollen. Allerdings ist die Währung sehr schwankungsanfällig. Kursgewinne oder -verluste von 40 Prozent pro Tag waren vor ein paar Jahren keine Seltenheit. Mittlerweile sind solch große Bewegungen seltener geworden.


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