Finanzen

US-Notenbank will noch in diesem Jahr mit Bilanzabbau beginnen

Lesezeit: 1 min
06.04.2017 02:34
Die US-Notenbank Fed will noch dieses Jahr mit dem Abschmelzen ihrer billionenschweren Bilanz beginnen.
US-Notenbank will noch in diesem Jahr mit Bilanzabbau beginnen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

[vzaar id="9793240" width="600" height="338"]

Bei entsprechend günstiger Konjunktur halten die meisten Währungshüter einen solchen Schritt im „späteren Jahresverlauf“ für angemessen, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Notenbanksitzung von Mitte März hervorgeht. Bei diesem Treffen hatten sie den Leitzins auf 0,75 bis 1,0 Prozent erhöht. Angesichts der rund laufenden Wirtschaft will die Fed schrittweise nachlegen. Laut der aktuellen Sprachregelung müssen Zinserhöhungen zunächst „voll im Gang sein“, bevor die Notenbank den Abbau des in der Krise ausgeweiteten Wertpapier-Portfolios in Angriff nehmen kann.

Wie eine unlängst veröffentlichte Umfrage des Fed-Ablegers in New York unter Wall Street-Banken ergab, hatten sich die Geldinstitute erst für Mitte 2018 auf ein Eindampfen der Notenbank-Bilanz eingestellt. Die Fed hält ihr Wertpapierportfolio seit längerem auf hohem Niveau konstant, da sie Einnahmen aus auslaufenden Anleihen in den Kauf neuer Papiere steckt. Vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007/08 lag die Bilanzsumme der Fed bei lediglich 800 Milliarden Dollar. Mit dem massiven Erwerb von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren zur Stützung der Konjunktur wurde sie massiv aufgebläht.

Wie aus den Protokollen hervorgeht, gibt es noch Abstimmungsbedarf, wie der Bilanzabbau im Detail über die Bühne gehen soll. So plädierten einige Führungsmitglieder dafür, die Reinvestitionen sanft auslaufen zu lassen, um damit die Gefahr von Schwankungen an den Märkten zu verringern. Andere befürworten hingegen ein abruptes Ende der Käufe. Einigkeit herrschte unter den Währungshütern, dass der Bilanzabbau „berechenbar“ vollzogen werden sollte. Sie treffen sich Anfang Mai zu ihrer nächsten Sitzung. Eine weitere Zinserhöhung erwarten Investoren jedoch nicht vor Juni.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen EZB-Chefin Lagarde mit wichtigen Versprechen an den deutschen Mittelstand

Angesichts der Corona-Krise hat EZB-Chefin Christine Lagarde dem deutschen Mittelstand versprochen, dass die Währungshüter den...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die neue Völkerwanderung: Amerikaner verlassen in Scharen die Großstädte, um aufs Land zu ziehen

In den USA findet seit einiger Zeit eine starke Binnenwanderung statt. Viele Bürger verlassen die Städte, um in ländlichere Regionen zu...

DWN
Politik
Politik Putin und Assad machen türkisch-kontrollierten Schwarzmarkt in Nordsyrien dem Erdboden gleich

Russland und Syrien haben am Freitag einen Markt und eine Raffinerie in Brand geschossen, an denen geraubtes syrisches Erdöl gehandelt und...

DWN
Finanzen
Finanzen Die lange Zutatenliste für den Inflations-Cocktail 2021

Mehrere Faktoren stehen bereit, um die Geldentwertung im laufenden Jahr anzufachen.

DWN
Politik
Politik Biden entsendet Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten

US-Präsident Joe Biden hat eine Mission mit Langstrecken-Bombern in den Nahen Osten angeordnet.

DWN
Politik
Politik Klimawandel: Einer der größten Umweltverschmutzer der Welt ist die US-Armee

Aus US-Studien geht hervor, dass das US-Militär wegen seiner Militäreinsätze mehr klimaschädliche Brennstoffe und Gase verbraucht als...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Volkswagen: Kunden sollen zu gläsernen Digital-Konsumenten werden

Im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie will VW das Geschäft mit Kundendaten vorantreiben. Wer im Auto zudem mehr digitale...

DWN
Technologie
Technologie DWN Aktuell - Sicherheit zehntausender deutscher Unternehmen von globalem Hackerangriff bedroht

Als Microsoft vergangene Woche vier Sicherheitslücken bekanntgab, war von gezielten Attacken die Rede. Inzwischen entwickelt sich daraus...