Politik

Russland bietet Mitschrift von Lawrow-Gespräch mit Trump an

Lesezeit: 1 min
17.05.2017 15:32
Russland bietet dem US-Senat eine Mitschrift des Gesprächs von Außenminister Lawrow mit US-Präsident Trump im Weißen Haus an.
Russland bietet Mitschrift von Lawrow-Gespräch mit Trump an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Russland  
Putin  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich bereit erklärt, den genauen Inhalt des Gesprächs zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu veröffentlichen.

Putin sagte bei einer Pressekonferenz in Sotschi, er werde dem US-Kongress die Tonaufnahme aushändigen, wenn die Regierung in Washington einverstanden sei. Sein Berater Uschakow hob jedoch kurz danach hervor: "Es werden keine Tonaufnahmen gemacht. Was gemacht wird ist eine (schriftliche) Aufnahme von einer Person, die speziell deswegen an Treffen teilnimmt."

Putin sagte, man werde die Dokumente auf Anfrage den Geheimdienstausschuss des Senats zur Verfügung stellen. Der demokratische Senator Chuck Schumer hatte am Dienst gefordert, dass Trump umgehend das Transkript des Gesprächs zur Verfügung stellen müsse. Trump habe durch die Preisgabe von Geheimdienst-Informationen die Sicherheitslage der USA gefährdet. Belege für diese Behauptung legte Schumer nicht vor.

US-Medien hatten zuvor von der Behauptung von anonymen Geheimdienstvertretern, Trump habe bei dem Gespräch in der vergangenen Woche in Washington vertrauliche Geheimdienstinformationen eines Nahost-Staates über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) an Lawrow weitergegeben.

Die angeblich ausgeplauderten Geheimnisse sollen von Israel stammen. Der israelische Botschafter in Washington sagte laut Times of Israel, dass Israel kein Problem mit den USA habe und die Zusammenarbeit der Geheimdienste sogar noch intensivieren will. Auch Israels Außenminister Avigdor Lieberman lobte die Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder.

Trump hat diesen Vorwurf zurückgewiesen: Als Präsident habe er das "absolute Recht", Informationen mit Russland zu teilen, schrieb er auf Twitter.

Putin wiederum machte sich über den Sturm der Entrüstung rund um das Gespräch Trump-Lawrow lustig. Er könnte Lawrow eine "Rüge" aussprechen, weil der wiederum die angeblichen Informationen nicht an ihn und die russischen Geheimdienste weitergegeben habe.

Lawrow habe "diese Geheimnisse nicht mit uns geteilt - weder mit mir noch mit den Vertretern der russischen Geheimdienste. Das ist sehr böse von ihm", sagte Putin.

Die Gegner von Trump hatten bereits nach dem Treffen getobt: Sie sind der Auffassung, dass Russland ein Feindstaat ist, wie Senator Schumer sagte. Zusätzlich für Empörung sorgte die Tatsache, dass nur die russische Nachrichtenagentur TASS bei dem Treffen anwesend war und somit die kuriose Situation entstand, dass exklusive Fotos aus dem Weißen Haus offiziell von der staatlichen russischen Agentur um die Welt geschickt wurden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Paukenschlag in Nahost: Saudi-Arabien schickt Geheimdienstchef zu Gesprächen nach Syrien

Bislang unbestätigten Berichten zufolge bereitet Saudi-Arabien eine Normalisierung in den Beziehungen zu Syrien vor. In die geopolitische...

DWN
Politik
Politik Botschaft an Europa: Die USA rücken von der Monroe-Doktrin ab

Die neue US-Regierung hat offenbar einen Wandel in der amerikanischen Lateinamerika-Politik eingeleitet.

DWN
Deutschland
Deutschland Chinas Absatzmarkt beschert deutschen Autobauern Sensationsquartal

Die deutschen Autobauer haben allen Grund zum Jubeln. Es gibt aber ein Problem.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Finanzministerin Yellen löst Verwirrung um mögliche Zinserhöhungen aus

US-Finanzministerin Janet Yellen hat mit Bemerkungen zu angeblich notwendigen Leitzins-Anhebungen Verwirrung ausgelöst.

DWN
Politik
Politik Spahns Gesundheitsministerium meldet plötzlich: „Mitglieder des Beirats betonten, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat“

Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge hat die Pandemie die stationäre Versorgung zu keinem Zeitpunkt an ihre Grenzen gebracht. Das geht...

DWN
Finanzen
Finanzen Robuste Silbernachfrage wird den Preis deutlich nach oben ziehen

Der Silbermarkt stand zuletzt im Schatten der wirtschaftlichen Krise. Doch dieses Jahr wird der Silberpreis nicht mehr nur von Anlegern...

DWN
Politik
Politik Blaupause des Verteidigungsministeriums sieht grundlegenden Umbau der Bundeswehr vor

Eine vom Bundesverteidigungsministerium erarbeitete Blaupause sieht einen grundlegenden Umbau der Bundeswehr vor - die Truppe soll...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Welthandel: Chinas Import-Boom beflügelt den Baltic Dry Index

Chinas massive Rohstoffimporte haben den wichtigsten Seehandels-Indikator beflügelt. Analysten zufolge hat der Baltic Dry Index ein...