Politik

EU verspricht Italien hunderte Millionen Euro für Flüchtlinge

Lesezeit: 1 min
26.07.2017 17:24
Die EU-Kommission hat versprochen, Italien mit hunderten Millionen Euro für die Aufnahme von Flüchtlingen zu unterstützen.
EU verspricht Italien hunderte Millionen Euro für Flüchtlinge

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Europäische Kommission hat Italien in der Flüchtlingskrise weitere Hilfen zugesagt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte am Dienstag in einem Brief an Ministerpräsident Paolo Gentiloni zusätzlich 100 Millionen Euro in Aussicht. Bisher hat die Kommission bereits 800 Millionen Euro zugesagt. Zudem werde die Brüsseler Behörde „schnell erreichbare Kontaktpersonen“ ernennen, schrieb Juncker.

Vor allem Flüchtlinge aus dem südlichen Teil Afrikas treten von Libyen aus die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Italien an. Fast 94.000 Menschen erreichten seit Jahresbeginn die italienischen Küsten, wie das Innenministerium in Rom mitteilte. Das entspricht einer Steigerung von mehr als fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Regierung in Rom hatte zuvor den Druck auf die anderen EU-Staaten erhöht und damit gedroht, hunderttausende Migranten nach Norden zu schicken und die Fortsetzung der EU-Mission im Mittelmeer zu blockieren.

Die Gespräche zwischen der italienischen Regierung und Hilfsorganisationen über einen Kodex zur Flüchtlingsrettung wurden unterdessen vertagt, wie die Gruppe Sea-Eye mitteilte. Die Gespräche seien von dem italienischen Innenminister Marco Mortone nach 75 Minuten abgebrochen worden. Sie sollten am Freitag fortgesetzt werden.

Die private Seenotrettungs-Organisation rechnet nach eigenen Angaben damit, dass ein „tragbarer Kompromiss“ erreicht werden kann, denn viele Vorgaben würden schon jetzt erfüllt. Italien fordert von den Helfern unter anderem, die Ortungsgeräte ihrer Boote nicht auszuschalten und nicht mit Schleppern zu kommunizieren. Die Bundesregierung hatte die Arbeit einiger Organisationen im Mittelmeer bei der Aufnahme von Migranten vor Kurzem scharf kritisiert.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Grüne nominieren Baerbock als Kanzlerkandidatin - oberstes Ziel ist die „Klima-Neutralität“

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen. Baerbock wird dem Ziel, die...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstand verzichtet wegen Corona auf Weiterbildung der Mitarbeiter

Vielen mittelständischen Firmen fehlt es in der Krise an Geld und Zeit für die Weiterbildung der Beschäftigten. Die Förderbank KfW...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Industrie schwimmt in Aufträgen - "Reichweitenrekord"

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist den neunten Monat in Folge gewachsen. In der Folge ist die sogenannte "Reichweite" auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ABN Amro zahlt halbe Milliarde Euro für Geldwäsche-Verstöße

Die niederländische Bank ABN Amro muss wegen Geldwäsche-Verstößen knapp eine halbe Milliarde Euro bezahlen. Der Skandal hat die gesamte...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Zentralbanken: Aufbruch in neue monetäre Welten

Im Windschatten der Coronakrise betritt die EZB monetäres Neuland. Rettungspakete von tausenden Milliarden Euro werden schon bald nichts...

DWN
Politik
Politik Schweiz öffnet Restaurants, Kinos und Fitnesscenter

Die eklatanten Unterschiede des Corona-Alltags in europäischen Ländern werden jetzt im Dreiländereck Deutschland - Schweiz - Frankreich...

DWN
Technologie
Technologie Erneut schwerer Unfall mit selbstfahrendem Tesla

In den USA ist es erneut zu einem schweren Unfall mit einem selbstfahrenden Tesla gekommen.