Finanzen

Spannungen mit USA belasten türkischen Finanzmarkt

Lesezeit: 1 min
23.10.2017 15:41
Die politischen Spannungen zwischen den USA und der Türkei haben zu Abverkäufen am türkischen Finanzmarkt geführt.
Spannungen mit USA belasten türkischen Finanzmarkt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Wegen der wachsenden Spannungen mit den USA haben sich am Montag Anleger aus türkischen Wertpapieren zurückgezogen. Der Leitindex der Istanbuler Börse fiel um bis zu ein Prozent. Der dortige Bankenindex verlor wegen Spekulationen auf milliardenschwere US-Strafen im Zuge angeblicher Verletzungen der Sanktionen gegen den Iran zeitweise sogar doppelt so stark, berichtet Reuters.

Die türkische Landeswährung Lira geriet ebenfalls unter Druck. Dadurch stieg der Kurs des Dollar auf ein Sechs-Monats-Hoch von 3,711 Lira. Die Verkäufe türkischer Anleihen hievte die Rendite der zweijährigen Titel auf den höchsten Stand seit Mai. Parallel dazu verteuerte sich am Markt für sogenannte Credit Default Swaps (CDS) die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets türkischer Bonds gegen Zahlungsausfall um 4.000 auf 177.000 Dollar, wie der Datenanbieter Markit mitteilte.

Einem türkischen Zeitungsbericht zufolge drohen sechs Banken hohe Strafen in den USA. Auf ein Institut kämen Zahlungen von mehr als fünf Milliarden Dollar zu. Bei den übrigen seien die Summen geringer. Die türkische Bankenaufsicht bezeichnete diese Nachricht als Gerücht, welches jeder Grundlage entbehre. Das US-Finanzministerium wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.

Im vergangenen Monat hatten die USA den ehemaligen türkischen Wirtschaftsminister Zafer Caglayan angeklagt. Der frühere Chef einer staatlichen Bank soll im Auftrag des Iran Hunderte Millionen Dollar verschoben haben. Außerdem stellen die USA und die Türkei Staatsbürgern des jeweils anderen Nato-Partners keine Visa mehr aus. Hintergrund ist die Festnahme zweier türkischer Mitarbeiter des US-Konsulats in Istanbul. Zudem wurden in den USA 15 türkische Sicherheitskräfte verklagt. Bei dem US-Besuch des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Mai war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen seinen Bodyguards und Demonstranten gekommen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Kredit-Nachfrage in Deutschland legt zu, aber Banken verschärfen Vergabe-Standards

Aus einer heute veröffentlichten Umfrage der Bundesbank geht hervor: Die deutschen Banken zeigen sich aufgrund des fragilen...

DWN
Politik
Politik CORONA-TICKER: Söder: Bundesweite Corona-Regeln müssen strenger sein als in Bayern

Zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie könnten nach Einschätzung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bundesweit noch...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Exporteure fürchten verstärkte Corona-Maßnahmen

Die deutschen Exporteure blicken mit Sorge in die Zukunft, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Denn wichtige Handelspartner drohen...

DWN
Deutschland
Deutschland Hauptstadtflughafen BER soll weitere Staatshilfen erhalten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht weiteren Bedarf für staatliche Hilfen beim Hauptstadtflughafen BER. Der Flughafen eröffnet...

DWN
Deutschland
Deutschland Merkel plant landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Die Bundesregierung wird sich am Mittwoch bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder für schärfere Corona-Maßnahmen...

DWN
Finanzen
Finanzen Banken im Euro-Raum werden vorsichtiger bei Kreditvergabe

Zwar hat die Kreditvergabe an Firmen im Euro-Raum im September weiter kräftig zugelegt. Doch laut Daten der EZB müssen sich die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stimmung unter Headhuntern so gut wie lange nicht mehr: Ende der Krise in Sicht?

Die Stimmung unter den Headhuntern hat sich nach den Einbrüchen im Frühjahr durch den Lockdown merklich gebessert.

DWN
Marktbericht
Marktbericht Dax eröffnet am Dienstag mit Verlusten - schlechte Nachrichten aus China für BMW

Die deutsche Börse hat am Dienstag mit Rückgängen aufgemacht. Heute Nachmittag warten die Anleger auf wichtige Konjunkturdaten aus den...

DWN
Technologie
Technologie Enormes Wachstum: Plugin-Hybride boomen in Europa

In Europa wurden in den ersten drei Quartalen 316 Prozent mehr Plugin-Hybride zugelassen. In Deutschland ist das Wachstum sogar noch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Unter Selbstkostenpreis: Ölpreis wird bis Jahresende nicht mehr steigen

Zahlreiche Faktoren drücken zurzeit auf die Rohöl-Preise. Bis zum Jahreswechsel wird sich daran Prognosen zufolge nichts ändern. 2021...

DWN
Finanzen
Finanzen Unkritischer Umgang der Analysten mit SAP lässt die Börse einbrechen

Das größte deutsche Börsen-Schwergewicht hat am heutigen Montag die Analysten mit einer Gewinnwarnung überrascht. Eigentlich hätten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neuer 5-Jahres-Plan: Wird sich China von Deutschland abkoppeln?

Die Kommunistische Partei entwirft derzeit den neuen Fünf-Jahres-Plan. Demnach soll sich die chinesische Wirtschaft künftig stärker auf...

DWN
Deutschland
Deutschland Hälfte der Eltern macht den Kindern Vorlesen keinen Spaß

Laut einer aktuellen Studie liest knapp ein Drittel der Eltern in Deutschland den Kindern zu selten etwas vor. Sie sagen, dass sie keine...

DWN
Politik
Politik Erdogan zeigt niederländischen Rechtspopulisten Wilders an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Strafanzeige gegen den niederländischen Politiker Geert Wilders gestellt. Grund seien...