Finanzen

Technologie-Dienst Snap fährt hohen Verlust ein

Lesezeit: 1 min
08.11.2017 14:26
Der Technologie-Dienst Snap hat seine Verluste verdreifacht, die Aktie bricht ein.
Technologie-Dienst Snap fährt hohen Verlust ein

Mehr zum Thema:  
Börse >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Börse  

Der Snapchat-Betreiber Snap hat mit seinen Nutzerzahlen die Anleger enttäuscht und die Aktie auf Talfahrt geschickt. Der US-Messaging-Dienst bekommt die starke Konkurrenz des weltgrößten sozialen Netzwerkes Facebook zu spüren und wächst nicht so stark wie von den Anlegern erhofft, berichtet Reuters. Der Analyst Rob Enderle erklärte, Snapshat stecke „in Schwierigkeiten und ich bin mir nicht sicher, wie sie da herauskommen werden“.

Die Anzahl der täglich aktiven Nutzer stieg im dritten Quartal im Vergleich zu den vorherigen drei Monaten zwar um fünf Millionen auf 178 Millionen, wie Snap am Dienstagabend mitteilte. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit 181,8 Millionen gerechnet. Auch der Umsatz wuchs zwar binnen Jahresfrist um 62 Prozent auf 207,9 Millionen Dollar. Der Verlust wurde aber auf 443,2 Millionen Dollar mehr als verdreifacht. Die Aktie brach nachbörslich über 18 Prozent ein.

Im regulären Handel hatten die Scheine mit einem Plus von rund zwei Prozent bei 15,10 Dollar geschlossen. Beim Börsendebüt am 2. März hatte Snap seine Aktionäre noch verzückt. Die zu 17 Dollar verkauften Papiere stiegen um bis zu 44 Prozent und am Tag darauf auf bis zu knapp 30 Dollar. Am Ende des ersten Handelstages war Snap an der Börse rund 34,5 Milliarden Dollar wert – obwohl das Unternehmen keinerlei Gewinne erwirtschaftet hat und Aktionäre kein Mitspracherecht and en Entscheidungen der Unternehmensleitung haben.

Snapchat wird vor allem von Menschen unter 30 Jahren genutzt, die es schätzen, dass ihre Nachrichten schnell wieder gelöscht werden. Das Unternehmen nimmt vor allem mit Werbung Geld ein und konkurriert dabei direkt mit Google und Facebook.

Der chinesische Internet-Gigant Tencent steigt indes größer bei Snap ein. Tencent habe ein Aktienpaket gekauft und halte damit einen Anteil von zwölf Prozent, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Den Anlegern machte die Nachricht offenbar neue Hoffnung. Die Snap-Aktie grenzte im außerbörslichen Handel ihre Verluste etwas ein, nachdem sie nach enttäuschenden Quartalszahlen am Dienstagabend um rund 20 Prozent eingebrochen war.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Börse >

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik DWN AKTUELL: China hält Manöver vor Taiwan ab / USA bringen Flugzeugträger und Lenkwaffen-Schiffe in Stellung

Alle Augen sind derzeit auf die Ukraine gerichtet. Dabei spitzt sich die Lage in den Gewässern vor China gerade massiv zu.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Krise: Großinvestoren treten die Flucht ins Bargeld an

Große Fonds und Vermögensverwalter ziehen sich aus dem Aktienmarkt zurück und setzen zunehmend auf Cash.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland exportierte im letzten Jahr 300.000 Elektro-Pkw

Die Elektromobilität in Deutschland gewinnt an Schwung - auch dank Kaufprämie und Steuervorteilen. Die Exporte von Elektro-Pkw haben sich...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umsatz wächst und wächst: Lidl durchbricht Schallmauer

Der Discounter Lidl der Schwarz-Gruppe meldet verblüffende Zahlen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Anbaufläche für Sommerweizen in Deutschland massiv ausgeweitet

Die Landwirte in Deutschland haben die Anbaufläche für Sommergetreide im Erntejahr 2022 massiv ausgeweitet. Hintergrund ist der erhöhte...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Exporteure in Sorge wegen Inflation, fordern stabilen Euro

Die deutsche Exportwirtschaft blickt mit Sorge auf den deutlichen Wertverlust des Euro in diesem Jahr. Die EZB müsse ihren Leitzins...

DWN
Deutschland
Deutschland EILMELDUNG: Schüsse an Schule in Bremerhaven

An einer Schule in Bremerhaven wurde geschossen. Ein Verdächtiger wurde inzwischen festgenommen.