Politik

US-Börsenaufsicht stoppt neue Cyberdevise wegen Betrugsverdacht

Lesezeit: 1 min
31.01.2018 00:45
Die US-Börsenaufsicht hat eine neue Cyberdevise wegen Betrugsverdachts gestoppt.
US-Börsenaufsicht stoppt neue Cyberdevise wegen Betrugsverdacht

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die eine Milliarde Dollar schwere Ausgabe einer neuen Kryptowährung durch ein texanisches Geldhaus wegen Betrugsvorwürfen gestoppt. Die AriseBank aus Dallas habe für ihr Vorhaben bei Investoren mit dem falschen Hinweis geworben, dass sie eine Bank gekauft habe, die von der amerikanischen Einlagensicherung FDIC abgedeckt werde, teilte die Behörde am Dienstag mit. Zudem habe das Institut die kriminelle Vergangenheit von Top-Managern verschwiegen. Zum Schutz der Investoren vor diesem "offensichtlichen Schwindel" habe die SEC einen richterliche Verfügung gegen die Ausgabe der Internetdevise (Initial Coin Offering, ICO) erwirkt. Das Gericht ordnete zudem ein Einfrieren von Vermögenswerten der AriseBank an und setzte einen Verwalter für die Gelder ein, die von einem ICO-Betrug betroffen sind.

Die Bank hatte mit dem Verkauf der Kryptowährung AriseCoin um den 26. Dezember begonnen. Bis zum 27. Januar sollte er abgeschlossen sein, die Auszahlung der neuen Kryptowährung an Investoren erfolgen bis zum 10. Februar. Bitcoin und andere Cyberdevisen boomen derzeit. Doch die staatliche Regulierung und die Überwachung des enorm schwankenden Handels stecken noch in den Kinderschuhen. Zudem werden die Kryptowährungen immer wieder mit Geldwäsche und anderen kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht. Auch die Sicherheit wird immer wieder infrage gestellt. Aufseher und Politiker warnen deswegen vor Investitionen in das Internetgeld.

Erst kürzlich erbeuteten Hacker bei der japanischen Kryptobörse Coincheck Coins der Cyberdevise Xem im Volumen von mehr als 500 Millionen Dollar. Laut der Nem-Stifung, die hinter dieser Digitalwährung steht, versuchen die Diebe inzwischen einen Teil ihrer Beute auf mehreren Kryptobörsen zu verkaufen

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Gerd Schröder bleibt Genosse

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nicht gegen die Parteiordnung der SPD verstoßen. Vorerst ist ein Partei-Ausschluss...

DWN
Technologie
Technologie China: Technologischer Durchbruch trotz US-Sanktionen

Einem chinesischen Konzern ist ein technologischer Durchbruch in einem strategisch wichtigen Sektor gelungen – trotz Sanktionen.

DWN
Politik
Politik  China verlängert Manöver: „Warnung an USA und Taiwan“

Mit einer Verlängerung der Manöver rund um Taiwan hat China die Spannungen um die demokratische Inselrepublik weiter angeheizt.

DWN
Finanzen
Finanzen Reichtumsforschung: Wie man reich wird

Reiche sind rücksichtslos und bloß durch ein Erbe an Vermögen gelangt, glauben viele Deutsche. Doch was sagt die Wissenschaft dazu –...

DWN
Politik
Politik Engländer berichten über Putins Fluchtszenario

Englische Medien wollen wissen, dass es bereits einen Fluchtplan für Wladimir Putin im Fall einer Kriegsniederlage gibt.

DWN
Deutschland
Deutschland Weg vom russischen Gas: Niedersachsen baut LNG-Pipeline

Um von der „Umklammerung und Verhaftung Russlands“ loszukommen, baut Niedersachsen im Eiltempo eine Gaspipeline für Flüssiggas....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Familienunternehmen: Von Mittelstand bis Milliardenunternehmen

Die deutschen Familienunternehmen sind wichtige Brückenpfeiler der deutschen Wirtschaft.

DWN
Technologie
Technologie Blackout droht: Deutschland ist nicht auf E-Autos vorbereitet

Der Markt der E-Autos in Deutschland bommt. Doch Deutschland ist für eine E-Auto-Welle überhaupt nicht gewappnet.