Politik

Syrien: Schwere Gefechte zwischen kurdischen und arabischen Söldnern

Lesezeit: 2 min
16.02.2018 00:21
In Syrien sind am Donnerstag schwere Gefechte zwischen kurdischen und arabischen Söldnern ausgebrochen.
Syrien: Schwere Gefechte zwischen kurdischen und arabischen Söldnern

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Türkei

Am 15. Februar 2018 meldete der türkische Generalstab in einer Mitteilung, dass im Verlauf der „Operation Olivenzweig” bisher 1.529 Mitglieder der Kurden-Milizen und von ISIS getötet oder gefangengenommen wurden. Die türkischen Streitkräfte würden sich strikt an die Vorgaben der UN-Charta, die im Artikel 51 auch das Recht auf Selbstverteidigung verankert hat, halten. Die UN-Resolutionen 1624 (2005), 2170 (2014) und 2178 (2014) werden vollständig beachtet und umgesetzt.

Am Donnerstagvormittag ist es zwischen Azaz und Mennagh zu schweren Gefechten zwischen Kurden-Milizen und Mitgliedern der Freien Syrischen Armee (FSA) gekommen. Zudem finden Zusammenstöße zwischen der FSA und den Kurden-Milizen in Dschindiras statt, berichtet die Zeitung Vatan. Die Verbände der türkischen Streitkräfte und der FSA haben Probleme beim Vorstoß, weil die Kurden-Milizen das Gebiet, das von ihnen aufgegeben wird, mit Sprengfallen und Minen versehen, bevor sie sich zurückziehen.

Kurden-Milizen

Der Kommandant der Söldner-Truppe Dschaisch al-Thuwar, Hadschi Ehmet, sagte im Gespräch mit der PKK-nahen Nachrichtenagentur ANF, dass die türkische Operation in Afrin ins Stocken geraten sei. Die Türken hätten die Operation zwar im Vorfeld gut geplant und seien nach Afrin eingedrungen. Allerdings werde es nicht der Türkei überlassen werden, wann sie ihre Truppen abziehen, oder die Operation aufhört. Hadschi Ehmet wörtlich: „Du kannst das Anfangsdatum eines Kriegs bestimmen, aber nicht das Enddatum. Die haben sogar zuvor festgelegt, wann die Operation beendet werden soll. Der Eintritt in einen Krieg liegt in deiner Hand, aber nicht der Austritt. Alle Kriege sind so. Erdoğan hat sich hier verkalkuliert, die Türken haben sich verkalkuliert.”

Dschaisch al-Thuwar ist eine Söldner-Truppe, die auf Seiten der Kurden-Milizen bisher gegen die syrische Regierung gekämpft hat.

Die Pressestelle der „Syrischen Demokratischen Kräfte” (SDF), die von den Kurden-Milizen dominiert und von den USA unterstützt werden, meldete am Donnerstag schwere Gefechte zwischen SDF-Einheiten und FSA-Verbänden. So soll es im Dorf Duraqliya zu Gefechten gekommen sein. Die FSA sei von der türkischen Luftwaffe unterstützt worden. Kurden-Milizen sollen im Bezirk Bilbile am 13. Februar einen türkischen Panzer zerstört haben. Die Pressestelle der YPG hat ein Video veröffentlicht, das den angeblichen Abschuss nachweisen soll.

Freie Syrische Armee (FSA)

RFS Media, die Nachrichtenagentur der FSA, meldete am Donnerstagnachmittag den Beschuss von Wohnhäusern im Norden von Aleppo durch Kurden-Milizen der YPG. Diese sollen ihre Angriffe mit Mörsergranaten und schwerer Artillerie ausgeführt haben, so RFS Media über den Kurznachrichtendienst Twitter.

RFS Media meldet auch die Einnahme eines Dorfs durch die FSA. Das Dorf soll zwischen Afrin und Aleppo liegen. Bei dem Dorf soll es sich um Dewar handeln, die sich auf der Dschindaras-Achse befindet. Zudem wurde das Dorf Jhadal auf der Sheikh Hadid-Achse von den Kurden-Milizen eingenommen.

Wenige Stunden zuvor sollen vier Dörfer im Bezirk Raco von der FSA eingenommen worden sein.

Syrien

Nach einem Bericht der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA haben „terroristische Gruppen” am Mittwoch das Mharda-Kraftwerk in Hama mit Raketen beschossen. Der Angriff führte dazu, dass zwei der Stromerzeugungs-Stationen außer Betrieb gingen.

 

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