Finanzen

Japan weitet Kontrolle über Krypto-Börsen deutlich aus

Lesezeit: 1 min
08.03.2018 11:51
Die japanische Regierung hat ihre Kontrolle über die Krypto-Börsen des Landes deutlich verschärft.
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Die japanische Finanzaufsicht FSA macht wegen Sicherheitsmängeln zwei Börsen für Bitcoin & Co. vorübergehend dicht. Fünf weitere wurden aufgefordert, ihre Systeme zu verbessern, um die Kunden besser zu schützen sowie Geldwäsche und Terror-Finanzierung zu verhindern, teilte die Behörde am Donnerstag in Tokio laut Reuters mit.

Die Handelsplattformen Bit Station und FSHO müssen den Angaben zufolge den Betrieb für einen Monat einstellen. Die beiden Firmen waren für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Zu denjenigen Börsen, die auf FSA-Anordnung ihre Computersysteme aufrüsten müssen, gehört Coincheck, der im Januar bei einem Hacker-Angriff digitale Münzen der virtuellen Währung Nem im Wert von etwa 530 Millionen Dollar gestohlen wurden. Bis zum 22. März muss das Unternehmen einen Maßnahmenkatalog präsentieren. Das ist bereits die zweite derartige Aufforderung der FSA. Zu diesem Thema sagte Coincheck-Chef Koichiro Wada, dass die Aufrüstung der Computersysteme mit dem Wachstum des Geschäfts nicht schrittgehalten habe.

Japanische Kryptobörsen benötigen seit April 2017 eine staatliche Lizenz. Coincheck, Bit Station und FSHO sowie zwei weitere von der FSA kritisierte Plattformen verfügen allerdings über keine Konzession. Da sie bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bestanden, dürfen sie ihre Geschäfte während des laufenden Antrags weiterführen. Insgesamt 16 Kryptobörsen arbeiten ohne Konzession. Sanae Takaichi, Chef des Ausschusses für Cyber-Sicherheit der regierenden Liberaldemokratischen Partei, kritisierte diese Ausnahme-Regelung.

Ähnlich wie Coincheck muss auch GMO Coin der FSA bis zum 22. März einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Computersysteme vorlegen. Die Börse habe es bislang versäumt, den häufig auftretenden Technik-Pannen auf den Grund zu gehen. GMO Coin, das über eine staatliche Lizenz verfügt, kündigte eine Prüfung der Systeme und Maßnahmen zur Wiederherstellung des Kundenvertrauens an. Die Aktien der Muttergesellschaft GMO Internet brachen in Tokio um 4,5 Prozent ein.

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