Weltwirtschaft

US-Ölunternehmen zieht sich aus Libyen zurück

Lesezeit: 1 min
08.03.2018 17:28
Das US-Unternehmen Marathon Oil hat seine Anteile an einem Ölfeld in Libyen an Frankreichs Total verkauft.
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Das französische Energieunternehmen Total verstärkt seine Präsenz in Libyen durch den Kauf eines Anteils von 16,33 Prozent an den Konzessionen des Waha-Ölfelds vom US-Unternehmen Marathon Oil. Der Kaufpreis soll 450 Millionen Dollar betragen haben. Damit hat sich Marathon Oil aus Libyen zurückgezogen.

„Diese Akquisition steht im Einklang mit der Strategie von Total, das Portfolio durch qualitativ hochwertige und niedrig-technische Kosten zu stärken und gleichzeitig unsere historische Stärke im Nahen Osten und in Nordafrika zu stärken (...) Es baut auf der langfristigen Präsenz des Konzerns in Libyen, einem Land mit sehr großen Öl- und Gasvorkommen, auf und zeigt unser Engagement, die sich erholende Öl- und Gasindustrie des Landes weiterhin zu unterstützen”, zitiert World Pipelines Total-Chef Patrick Pouyanne.

Die Konzessionen am Waha-Ölfeld gehören zu 59,18 Prozent dem libyschen Staatsunternehmen National Oil Company (NOC), zu jeweils 16,33 Prozent Total und dem US-Unternehmen ConocoPhillips und zu 8,16 Prozent dem US-Unternehmen Hess. Die Waha Oil Company, die zu 100 Prozent der NOC gehört, ist der offizielle Betreiber des Waha-Ölfelds.

Der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, dass die nationale Öl-Produktion seit Ausbruch des Konflikts im Jahr 2011 auf einen Tiefstand von etwa 200.000 Barrel pro Tag (bpd) fiel, bevor sie sich im vergangenen Sommer auf eine Million Barrel pro Tag erholte. Vor dem Konflikt wurden in Libyen 1,6 Millionen Barrel pro Tag gefördert.

Einer Analyse des privaten US-Informationsdiensts Stratfor zufolge geht es beim in Libyen herrschenden Krieg zwischen verschiedenen Milizen um die Kontrolle der Ölfelder und Pipelinerouten. Aktuell rivalisieren folgende Energiekonzerne in Libyen: ENI (Italien), Total SA (Frankreich), Repsol YPF (Spanien), Waha Oil Co. (Ein US-Joint Venture), BP (Großbritannien), ExxonMobil (USA), Statoil (Norwegen), Royal Dutch/Shell (Niederlande/Großbritannien), Gazprom (Russland), RWE (Deutschland).


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