Politik

Bannon in Frankreich: Die Geschichte ist auf unserer Seite

Lesezeit: 1 min
11.03.2018 01:12
Steve Bannon ist beim französischen Front National aufgetreten.
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Standing Ovations für Steve Bannon in Frankreich: Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump hat auf dem Parteitag des Front National (FN) für eine weltweite rechte Bewegung geworben. "Die Geschichte ist auf unserer Seite und wird uns von Sieg zu Sieg führen", rief er hunderten jubelnden FN-Anhängern am Samstag in Lille zu.

"Ihr seit Teil einer weltweiten Bewegung, die größer ist als Frankreich, größer als Italien, größer als Ungarn, größer als all das", sagte Bannon in seiner gut halbstündigen Rede weiter. Diese Bewegung richte sich gegen das "Establishment", die Banken und gegen die Presse, die von den Regierungen "wie ein Hund an der Leine" geführt werde.

Die Front-National-Chefin Marine Le Pen verfolgte die frei gehaltene Ansprache Bannons von der ersten Reihe aus. An sie gerichtet sagte Bannon: Le Pen und der "geliebte US-Präsident" Trump trügen dazu bei, das Wohl der Bürger wieder in den Vordergrund zu stellen.

Der Front National hatte Bannon als Überraschungsgast zu ihrem Parteitag eingeladen. Der 64-Jährige reist derzeit durch Europa und besucht mögliche Verbündete. In dieser Woche hatte sich auch die Chefin der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, mit Bannon getroffen. Zudem trat er bei einem Kongress in der Schweiz auf und beobachtete die Wahl in Italien, bei der Rechtspopulisten und Rechtsextreme gemeinsam mehr als 50 Prozent der Stimmen holten.

Der frühere Goldman-Banker Bannon war drei Monate vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 von Trump zu seinem Wahlkampfleiter ernannt worden. Nach Trumps Amtsantritt wurde Bannon Chefstratege im Weißen Haus, wurde aber im August 2017 entlassen.

Bannon kehrte daraufhin auf seine Chefposition zur politischen Plattform Breitbart zurück. Diesen Job verlor er jedoch Anfang Januar 2018 - als Folge des Wirbels um ihm zugeschriebene Äußerungen in dem Enthüllungsbuch "Fire and Fury" ("Feuer und Wut") des Journalisten Michael Wolff über die Trump-Präsidentschaft.

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