Politik

USA führen Importzölle auf kanadisches Papier ein

Lesezeit: 1 min
14.03.2018 17:06
Die US-Regierung hat Einfuhrzölle auf kanadisches Papier eingeführt.
USA führen Importzölle auf kanadisches Papier ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Im Streit mit seinen Handelspartnern nehmen die USA nun die kanadische Papierindustrie ins Visier. Auf sogenanntes ungestrichenes holzhaltiges Papier, das für Zeitungen benutzt wird, würden Antidumping-Abgaben in Höhe von gut 22 Prozent fällig, teilte die US-Regierung am Dienstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben des US-Handelsministeriums wurde im Jahr 2016 Papier dieser Sorte im Wert von 1,27 Milliarden Dollar aus Kanada in die USA importiert.

Die USA argumentieren, dass die Kanadier das Papier unter Wert verkauften, was die heimische Industrie schwäche. Die Maßnahme reiht sich ein in jüngst verhängte Strafzölle auf Importe von Stahl und Aluminium, mit denen US-Präsident Donald Trump den US-Markt schützen und stärken will. Kanada und die USA sind füreinander jeweils der wichtigste Handelspartner.

Die auf das kanadische Papier erhobenen Abgaben sind vorläufig und müssen noch geprüft werden, mit einer Entscheidung dazu ist im August zu rechnen. Die Regierung in Washington reagiert damit nach eigenen Angaben auf eine Beschwerde des US-Papierproduzenten North Pacific Paper Company.

Kanada reagierte „enttäuscht“ auf die angekündigten Maßnahmen. Diese hätten „direkte und negative Auswirkungen“ auf US-Zeitungen, besonders solche in kleinen Städten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Außenministerin Chrystia Freeland und dem Minister für natürliche Ressourcen, Jim Carr. Außerdem seien dadurch Jobs im US-Druckereisektor bedroht, warnte Kanada.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Energie-Krise offenbart Planlosigkeit: Scholz will jetzt Pipeline aus Portugal

Eigentlich sollte es die Pipeline von Portugal über Spanien nach Mitteleuropa längst geben. Doch das Projekt wurde gestoppt. Das rächt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen China wird für deutsche Industrie zum Risiko-Standort

Ein chinesischer Überfall auf Taiwan ist eine reale Gefahr. Den deutschen Unternehmen, die Milliardensummen in China investiert haben,...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise weitet sich aus: Steigende Rohölnachfrage erwartet

Der Rohölpreis ist zuletzt gesunken, Heizölkäufer profitieren davon bisher nicht – und bald könnte die weltweite Nachfrage nach...

DWN
Deutschland
Deutschland IW-Analyse: Teure Energie ist verheerend für Deutschland

Die Experten des IW haben durchgespielt, was teure Energie für deutsche Verbraucher, Firmen und die Wirtschaft bedeutet. Die Aussichten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BASF: Chemieriese blickt zuversichtlich in die Zukunft

Der weltweit größte Chemiekonzern und größte Erdgasverbraucher Deutschlands sieht keinen Grund zur Panik und setzt sich ambitionierte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Telekom: Auf stabilem Wachstumskurs

Trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wächst die Deutsche Telekom weiter.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Siemens meldet ersten Quartalsverlust seit 2010

Siemens hat erstmals seit 2010 in einem Quartal Verlust gemacht. Dennoch sieht sich das Unternehmen derzeit gut aufgestellt.

DWN
Politik
Politik Kontakt zu Russland: Ukraine will sich durch Schweiz vertreten lassen

Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Russland will die Ukraine sich dort von der Schweiz vertreten lassen. Doch Moskau bremst...