Finanzen

Wallstreet: Verschuldung der Anleger erreicht neuen Höchststand

Lesezeit: 1 min
29.07.2018 18:20
Die Verschuldung der Spekulanten am US-Aktienmarkt hat einen neuen Höchststand erreicht.
Wallstreet: Verschuldung der Anleger erreicht neuen Höchststand

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Verschuldung der Spekulanten am US-amerikanischen Aktienmarkt hat im Mai einen historischen Höchststand erreicht. Wie aus Daten der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) hervorgeht, belief sich die Gesamtverschuldung auf 668,9 Milliarden Dollar. Im April lag der Wert von bei 652 Milliarden Dollar.

Der bisherige Höchststand vom Januar (665 Milliarden Dollar) wurde damit im Mai übertroffen. Wie Advisor Perspectives berichtet, setzt sich damit der seit Anfang 2009 anhaltende Aufwärtstrend bei der Verschuldung fort. Von kleineren Unterbrechungen abgesehen, steigen die Schulden der Aktienanleger bei der New York Stock Exchange nun seit neun Jahren kontinuierlich an.

Seinen bisherigen Höhepunkt hatte der Schuldenstand im Jahr 2007, kurz vor Ausbruch der Finanzkrise, mit etwa 500 Milliarden Dollar markiert.

Aus Daten von Investor Perspectives geht zudem hervor, dass alle drei seit dem Jahr 2000 aufgetretenen Korrekturen am US-Aktienmarkt nur durch eine massive Schuldenaufnahme der Anleger überwunden werden konnten.

Institutionelle und Privat-Anleger an der New Yorker Börse können sich von Brokern Geld leihen, um mit Aktien zu spekulieren. Der Umfang des geliehenen Geldes orientiert sich dabei am Eigenkapital des Anlegers, welches dieser beim Broker in Form seines Aktien-Portfolios hinterlegt hat.

Problematisch wird es, wenn die Kurse an den Börsen zu sinken beginnen. Denn dann sinkt auch der Wert des Aktienportfolios des Kunden. Wenn die Kursverluste eine bestimmte Schwelle überschreiten, fordern die Broker die Anleger auf, mehr Eigenkapital nachzuschießen, weil sie den finanziellen Puffer für mögliche Rückzahlungsschwierigkeiten der Kunden verstärken müssen. Es kommt zu einem sogenannten „Margin Call.“ Um das zusätzlich benötigte Nachschuss-Eigenkapital für die Broker bereitzustellen, müssen viele Investoren weitere Aktien verkaufen, was zu weiter sinkenden Kursen führt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Lindner scheitert in Brüssel: Mehrwertsteuer auf Gas-Umlage kommt

Finanzminister Christian Lindner ist in Brüssel mit seiner Bitte gescheitert, die Gasumlage ohne Mehrwertsteuer einführen zu können.

DWN
Politik
Politik Auf der Suche nach Erdgas: Deutschland blitzt in Norwegen ab

Norwegen kann seine Gaslieferungen nach Deutschland nicht ausweiten. Damit fällt ein weiteres Land als Energie-Lieferant aus.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorbereitung auf Super-Crash: Star-Investor stößt alle Aktien ab - bis auf eine

Der bekannte Investor Michael Burry warnt seit Monaten vor einem verheerenden Börsencrash und stößt fast seinen gesamten Aktienbestand...

DWN
Finanzen
Finanzen Lohnen sich Hedgefonds für Privatanleger?

Hedgefonds gelten als Königsklasse der Investments und versprechen hohe Gewinne. Doch es gibt auch Schattenseiten.

DWN
Politik
Politik Wahlen in italien: Zwei illustre Wahlkandidaten

Eine einstige Filmdiva und ein Ex-Formel-1-Weltmeister kandidieren für den italienischen Senat und sorgen in Italien für viel...

DWN
Deutschland
Deutschland Landwirtschaft in Not: Mist ersetzt mineralischen Dünger

Aufgrund der gestiegenen Preise der Stickstoffdünger greifen viele Bauern auf Gülle zurück, deren Börsen derzeit Hochkonjunktur haben.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Strompreis steigt auf Rekordhoch, verdoppelt sich in zwei Monaten

An der Terminbörse hat sich der Strompreis für Deutschland innerhalb eines Jahres versechsfacht. Teure Energie droht ganz Europa in die...

DWN
Finanzen
Finanzen Simbabwe: Goldmünzen sollen den Dollar ersetzen

Goldmünzen, die Simbabwe im Kampf gegen die Inflation als offizielles Zahlungsmittel eingeführt hat, sollen bald auch in kleineren...