Politik

Gefechte zwischen Söldnern und Syrischer Armee bei Idlib

Lesezeit: 1 min
08.09.2018 23:58
Am Samstag ist es zu mehreren Kampfhandlungen im Raum Idlib und in Nordsyrien gekommen.

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Söldner-Truppen haben am Samstag die Stadt Salhab, 48 Kilometer westlich von Hama, mit Granaten angegriffen. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldet, dass „die Terrororganisationen, die in der nördlichen Landschaft von Hama positioniert waren, vier Granaten auf Häuser in der Stadt Salhab abfeuerten, einen Zivilisten verletzten und materielle Schäden an den Häusern und den Grundstücken verursachten“. Die syrische Armee (SAA) soll daraufhin mit Artilleriefeuer reagiert haben, berichten mehrere westliche Nachrichtenagenturen - allerdings ohne überprüfbare oder neutrale Quellen anzugeben.

Die sogenannten „White Helmets“ teilen über Twitter mit, dass die russische Luftwaffe am Samstag in Idlib die Stadt Abidin und das Dorf Al-Hloba angegriffen haben soll. Zudem soll die SAA die Außenbezirke von Al-Karakat mit ihrer Artillerie unter Beschuss genommen haben. Al-Karakat befindet sich in Hama. Bei den Angriffen sollen Zivilisten getötet worden sein. Weder das russische Verteidigungsministerium, noch das syrische Verteidigungsministerium bestätigen diese Vorwürfe.

Nach Angaben der Washington Post nehmen Söldner in der Provinz Idlib massenhaft Menschen fest, die sich angesichts der syrisch-russischen Offensive auf Idlib ergeben wollen.

Am Samstag ist es in der nordostsyrischen Stadt Qamischli zu Gefechten zwischen der syrischen Armee (SAA) und den Kurden-Milizen gekommen. Dabei kamen elf syrische Soldaten und sieben Kurden-Milizionäre ums Leben, berichtet der englischsprachige Dienst der AFP. Auslöser der Gefechte soll eine Streitigkeit gewesen sein, wonach ein SAA-Konvoi einen Kontrollpunkt der Kurden-Milizen unkontrolliert passieren wollte, die Milizen dies aber nicht billigten.

Am selben Tag wurde im Nordirak eine Stellung der iranisch-kurdischen Peschmerga (PDKI) mit Raketen angegriffen. Die PDKI macht den Iran für den Angriff verantwortlich, berichtet CNN. „Der Iran setzte in einem koordinierten Angriff auf PDKI-Stützpunkte und angrenzende Flüchtlingslager Langstreckenraketen ein“, teilte die PDKI in über Twitter mit.

Ein Vertreter des PDKI in Erbil, Mohammed Salih, sagte CNN, dass der Beschuss intensiv war und Rakete eingesetzt wurden, die aus dem iranischen Territorium nahe der Grenze abgefeuert wurden und mehr als fünf Standorte anvisierten. Die PDKI-Führer Mustafa Mouloudi und Khalid Azizi wurden bei der Bombardierung verletzt, so Salih.


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