Politik

Polizei durchsucht Greenpeace-Zentrale und andere Büros

Lesezeit: 1 min
07.11.2018 11:35
Die Polizei durchsucht zur Stunde den Hauptsitz der Umweltorganisation Greenpeace in Hamburg sowie weitere Standorte.
Polizei durchsucht Greenpeace-Zentrale und andere Büros

Das sagte am Mittwoch Greenpeace-Sprecher Christian Bussau der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit eine Mitteilung der Berliner Staatsanwaltschaft, wonach bundesweit 29 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt würden. Die Berliner Polizei ermittelt demnach wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen einzelne Greenpreace-Aktivisten.

Die Organisation hatte Ende Juni nach eigenen Angaben 3500 Liter Farbe auf dem Kreisverkehr Großer Stern rund um die Berliner Siegessäule verteilt, um ein Zeichen für den Kohleausstieg zu setzen. Nach Angaben des Berliner Staatsanwaltschaftssprechers Martin Steltner stürzten in der Folge ein Motorradfahrer und eine Radfahrerin, zudem sei es zu Auffahrunfällen mit Sachschaden gekommen.

"Der Vorwurf ist nahezu absurd und entbehrt jeglicher Grundlage", sagte Bussau. "Ich vermute, dass man versucht, uns einzuschüchtern." Bussau zufolge durchsuchte die Polizei neben dem Hauptsitz auch ein Aktionsmittellager in Berlin, die Greenpeace Media GmbH in Hamburg sowie die Wohnungen zahlreicher Aktivisten, darunter Wohnungen in Halle und Bamberg.

Steltner sagte in einem im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichten Video, es gehe nicht darum, die Organisation Greenpeace zu kriminalisieren. Die Staatsanwaltschaft suche lediglich nach den Namen der an der Aktion Beteiligten, von denen bereits 19 Aktivisten bekannt seien. "Wir protestieren aufs Schärfste" sagte Bussau. Greenpeace werde versuchen, mit seinen Anwälten ein Ende der Durchsuchungen zu erreichen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Kuba läutet das Ende der Castro-Dynastie ein

Der bevorstehende Parteitag wird höchstwahrscheinlich das Ende der Castro-Dynastie einläuten.

DWN
Politik
Politik Aerosol-Forscher schreiben Brandbrief an Merkel: Ausgangssperren sind absurd und gefährlich

Die von der Bundesregierung per Sondergesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv, sagen Aerosol-Forscher.

DWN
Finanzen
Finanzen Renditekurve: Warum dieser einfache Indikator eine Rezession vorhersagt

Seit vielen Jahrzehnten ist ist die Renditekurve ein extrem zuverlässiger Vorbote für Rezessionen. Denn dahinter steckt nichts anderes...

DWN
Politik
Politik Brückenkopf nach Europa: USA und Russland wollen China in der Ukraine schlagen

Wenn es in der Ukraine zu einer Eskalation kommen sollte, würde dies einen weiteren Schlag gegen die Neue Seidenstraße Chinas nach sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Gemeinsam mit Bill & Bill: Bundesministerium ist Mitglied bei Anti-Bargeld-Lobby

Die „Better than Cash Alliance“​​​​​​​ kämpft weltweit gegen die Bargeld-Nutzung und für den Einsatz digitaler...

DWN
Politik
Politik Halbleiter-Mangel löst technologischen Kalten Krieg zwischen China und USA aus

Die aktuellen Engpässe bei der Lieferung von Halbleitern haben aufgedeckt, dass sich die Welt in einem regelrechten Krieg um die...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutscher Aktienmarkt: SAP stützt drögen Dax - nachmittags Konjunkturdaten aus den USA

Die Aktienmärkte bewegen sich heute Morgen nur sehr wenig. Gut, dass wenigstens ein deutsches Schwergewicht einen optimistischen Ausblick...

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...