Finanzen

Ist die Immobilienanlage die beste Form der Sachwertinvestition?

Lesezeit: 5 min
23.11.2018 15:26
Investitionen in Immobilien sind nach wie vor äußerst beliebt bei allen, die Ihr Geld langfristig anlegen möchten. Jedoch gibt es hier einige wichtige Dinge, die man beachten sollte.
Ist die Immobilienanlage die beste Form der Sachwertinvestition?

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Nicht immer wissen wir in der Welt ohne Zinsen, wie wir unser Geld anlegen sollen. Mittlerweile finden wir in der Nullzinspolitik kaum eine Anlageform, die die Inflationsrate (derzeit zwischen 1% -1,5%) noch übertrifft. In der Summe bedeutet diese Tatsache, dass wir mit Geldanlagen bei der Bank Schritt für Schritt unser Geld vernichten. Warum? Die Kaufkraft des Geldes nimmt in jedem Jahr ab, weil der Zinsertrag die Geldentwertung nicht erwirtschaften kann.

Ein einfaches Beispiel zu diesem Sachverhalt:

Sie legen Geld bei der Bank an.

An diesem Beispiel ist schnell zu erkennen: Bei „normalen“ Anlageprodukten einer Bank oder Sparkasse werden Sie Schritt für Schritt ihr Geld vernichten. Fraglich ist nur, wie lange die Talfahrt der Zinsen noch anhalten wird. Mittlerweile warten viele Verbraucher schon sehr lange darauf, dass die Zinsen wieder ansteigen werden. Wie sind hier die Aussichten?

Zinsen so niedrig wie lange nicht – wann steigen die Zinsen endlich wieder?

EZB-Chef Mario Draghi schafft die Grundlage dafür, dass in Europa die Zinsen auf einem niedrigen Niveau sind. Schließlich hält die EZB den europäischen Leitzins bewusst auf einem niedrigen Level. Warum? Im Endeffekt können sich dadurch selbst alle Banken zu einem sehr niedrigen Zinssatz Darlehen beschaffen und die billigen Gelder an ihre Kunden weitergeben. Das bedeutet, dass auch jeder Investor für sehr preiswerte Zinsen Baugeld und Darlehen für Investitionen aufnehmen kann. Dieser Sachverhalt wiederum beflügelt die Wirtschaft.

Wenn die Wirtschaft floriert, schafft dies Arbeitsplätze. In Deutschland und in viele Industriestaaten in Europa ist die Arbeitslosenrate derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau. Genau dadurch geben die Menschen auch Geld aus, schließlich ist die Einkommen-Situation meist sehr erfreulich. Wenn die Wirtschaft floriert, geht es vielen Bürgern besser. Wir als Exportstaat können viele Waren und Dienstleistungen im Ausland verkaufen. All diese Tatsachen sprechen eindeutig dafür, dass die niedrigen Zinsen als Wirtschaftsmotor Nummer eins weiterhin beibehalten werden.

Andere Länder wie Japan machen es uns seit Jahren schon vor: Die Zinsen können über sehr lange Zeitspannen von ca. 10 Jahren niedrig gehalten werden. Insofern gibt es auch in Europa grundsätzlich keinerlei Gründe, warum die Zinsen ansteigen sollten.

Immobilie – das Betongold schlechthin?

Aufgrund der Talfahrt der Zinsen suchen viele Anleger Alternativen, wie sie ihr Geld für sich ertragreich arbeiten lassen können. Nicht alle Anleger können sich dafür entscheiden, ihr Vermögen am Aktienmarkt zu investieren. Aktien bedeutet schließlich, ein Risiko einzugehen, oder? Wer sich rund um das Thema Depot und Aktienanlage informieren will, findet auf diesem Portal guten Input.

Natürlich bedeutet jede Aktienanlage auch, die Chancen der florierenden Wirtschaft für sich zu Nutzen zu machen. Allerdings muss man bei einem Depot mit Aktien und Fonds auch Kursschwankungen aushalten können. Nicht jeder Investor kann das Auf und Ab an der Börse aushalten. Ist also das Betongold der Immobilienanlage die genau richtige Lösung für risikoscheue Anleger?

Die Immobilie als Kapitalanlage – wie funktioniert´s?

Viele solide Bürger leben in ihrem Häuschen, das ihnen bereits gehört. Sie lieben es, in ihrer Doppelhaushälfte oder ihrem Einfamilienhaus auf dem Lande zu wohnen. Somit erspart man sich selbst die Miete und wohnt in einem soliden Substandobjekt.

Was passiert allerdings, wenn man sich bewusst eine Eigentumswohnung kaufen will, um diese ertragreich vermieten zu können? Diese Wohnung wird meist genau unter diesem Gesichtspunkt der Vermietbarkeit erworben. Während man für den Erwerb der Immobilie günstiges Baugeld bei der Bank aufnimmt, können die Mieterträge genau diese monatlichen Darlehenskosten tragen. Dabei entstehen noch weitere Kosten wie Wohngeld, Hausmeisterkosten, Rücklagen für Renovierungen und Co. All diese Kosten müssen natürlich getragen werden. Meist sieht die Rechnung so aus, dass die Mieterträge für den Eigentümer die Kosten für die Wohnung decken. Worin besteht also der Vorteil dieser Investition in Form einer Immobilie als Kapitalanlage?

Die Substanz einer Immobilie bringt steuerliche Vorteile

Jeder Inhaber einer Immobilie kann das Objekt grundsätzlich in seiner Steuer abschreiben. Daneben werden alle Schuldzinsen und weiter Kosten für die Immobilie in der Steuererklärung zur Entlastung angegeben. Im Gegenzug müssen alle Mieteinnahmen ordnungsgemäß versteuert werden. Somit ist schnell zu erkennen: Die Immobilie bringt steuerliche Vorteile. Gerade gute Verdiener können so ihre Steuerlast drücken und wissen, dass die Immobilie als Betongold für ein gutes Gefühl sorgt, wenn man sein Geld vernünftig anlegen will. Schließlich ist diese Art der Sachwertanlage inflationsgeschützt und sorgt durchaus für dauerhafte Mieteinnahmen. Eine Immobilienanlage in guter Lage kann so dem Verbraucher durchaus ein ganzes Leben lang ein mehr als gutes Gefühl vermitteln.

Was ist beim Kauf einer Immobilie zu beachten?

Immer wieder wird von vielen Experten gepredigt: Es kommt auf eines an, damit die Investition einer Immobilie vom Erfolg gekrönt ist – die Lage, die Lage und nochmals die Lage.

Während solide Bürger an dem Ort in ihrer Wohnung leben, an dem sie einfach gern leben und das ganze Familienumfeld zu Hause ist, sieht die gute Lage bei einem vermieteten Objekt schon ein klein wenig anders aus. Hier sollte man vor allem darauf achten, dass in guten Städten die Wohnung stets solide und zu einem guten Mietertrag vermietet werden kann. Große Städte wie Stuttgart, Hamburg, Frankfurt oder München eignen sich bestens für die Vermietung einer Wohnung. Daneben sollte natürlich die Qualität der Immobilie passen. Sie dürfen keinesfalls ein altes Objekt kaufen und dieses nicht renovieren wollen. Immer wenn Kapitalanleger sich für eine Immobilie entscheiden, sollten sie sich folgende Frage stellen:

„Will ich selbst in dieser Immobilie leben?“ Genau wenn diese Frage mit einem überzeugenden „Ja“ beantwortet wird, spricht vieles für den Kauf dieses Objektes. Schließlich will im Zeitalter des 21. Jahrhunderts jeder Bürger in einem guten, soliden Objekt zu Hause sein, oder?

Studentenstädte sind ebenfalls beliebte Wohngegenden. Hier findet man immer wieder einen Mieter. Allerdings sollte man sich in diesen Wohngegenden bewusst sein, dass häufig ein Mieterwechsel stattfinden kann. Somit bedeutet es Arbeit, dieses Objekt immer wieder neu zu vermieten. Es steht also unumstritten fest: Eine vermietete Immobilie heißt auch, Zeit und Arbeit zu investieren.

Ist die Investition in eine Immobilie kurz-, mittel- oder langfristig zu betrachten?

Wenn Sie sich dazu entscheiden möchten, eine Immobilie zur Kapitalanlage zu erwerben, sollten Sie unbedingt einen sehr langfristigen Anlagehorizont mitbringen. Warum? Ganz einfach: Allein die Nebenkosten für den Erwerb von Betongold liegen, je nach Satz der Grunderwerbssteuer und Notarkosten, bei ca. 5%. Dazu kommt noch ein Makler, der unter Umständen auch am Kauf der Immobilie verdienen will. Die Makler-Sätze liegen bei ca. 3,50% und müssen auf den Kaufpreis noch hinzugerechnet werden.

Wenn Sie allein diese Nebenkosten objektiv betrachten, kommen bei einer Investitionssumme von 100.000 Euro schon in etwa zwischen 5.000 und 8.500 Euro Nebenkosten hinzu. Diese Summe in dem Beispiel mit 100.000 Euro Kaufpreis ist sicher nicht hoch angesetzt, wogegen die Nebenkosten schon umgerechnet einen Kleinwagen darstellen. Allein aus dieser Tatsache heraus muss vollkommen klar sein: Die Investition in eine Immobilie zur Kapitalanlage ist eine sehr langfristige Anlage. Sachwerte sollte man stets auf eine lange Sicht betrachten, denn die Wertsteigerungen sind nicht immer genau auf die nächsten Jahre vorauszusehen.

Deshalb ist es gut, wenn Sie in der Nähe der Immobilie wohnen. Hier können Sie bei Mieterwechsel schnell vor Ort alle Dinge regeln, die Sie regeln müssen. Wohnungsübergabe, Besichtigungen, die Auswahl der richtigen Mieter – all diese Aufgaben sollten nicht mit großen Reisetätigkeiten für Sie verbunden sein. Blicken Sie bei der Investition in eine Immobilie zur Kapitalanlage bitte langfristig in die Zukunft.

Niedrige Bauzinsen fördern die Investition in die Immobilie

Fakt ist, dass das niedrige Zinsniveau für viele Anleger die richtige Eintrittskarte darstellt, in eine Immobilie zu investieren. Baugeld gibt es für unter 2% bei der Bank. Im Gegenzug wird zur Sicherheit eine Grundschuld auf das Haus oder die Eigentumswohnung eingetragen. Im Bedarfsfall darf also die Bank Ihr Objekt verkaufen und den Erlös daraus zur Begleichung der Schulden hernehmen. Natürlich passiert dies nur, wenn Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Dennoch verleitet viele Investoren das niedrige Zinsniveau, wie hier bereits zu Anfang erklärt wurde, zur Investition. Somit floriert der Immobilienmarkt, da viele Verbraucher die niedrigen Bauzinsen für sich nutzen möchten. Ob es deshalb zu einer Immobilien-Blase kommen wird?

Diese Behauptung steht in den Sternen. Wie heißt es so schön, worauf es bei dem Kauf einer Immobilie ankommt? Die Lage, die Lage, die Lage!

Fazit

Sie sehen: Die Immobilieninvestition ist für Kapitalanleger eine gute Form der Anlage. So werden auch Sie dauerhaft Erfolge erzielen, wenn Sie sich für das genau richtige Objekt entscheiden.

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