Politik

Bamberg: Randale von Migranten in Anker-Zentrum

Lesezeit: 1 min
11.12.2018 11:50
In Bamberg gab es Ausschreitungen in einem Ankerzentrum.
Bamberg: Randale von Migranten in Anker-Zentrum

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Bei Randalen und einem Feuer im Bamberger Ankerzentrum für Flüchtlinge sind elf Menschen am verletzt worden, berichtet die dpa. Es gab mehrere Festnahmen. Nach Angaben der Polizei hatten Bewohner der Einrichtung am frühen Dienstagmorgen Sicherheitsmitarbeiter angegriffen und sich daraufhin in einem Gebäude verbarrikadiert. Die ersten Polizeistreifen wurden bei ihrem Eintreffen mit Pflastersteinen und anderen Gegenständen beworfen. Zahlreiche Einsatzkräfte kamen hinzu und umstellten das Gebäude, wie die Ermittler weiter mitteilten.

Zwischenzeitlich war in einer Wohnung in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen. Daraufhin verließen die Bewohner das Anwesen. Die Beamten nahmen acht Tatverdächtige mit eritreischer Staatsangehörigkeit vorläufig fest. Die Kripo ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs, schwerer Brandstiftung und weiterer Delikte gegen die Männer.

Details zu den Hintergründen des Vorfalls waren zunächst unklar. Vor dem Übergriff auf Sicherheitsmitarbeiter hatte es in dem Gebäude eine Ruhestörung gegeben. Auch die Ursache für das Feuer in der Wohnung blieb zunächst Gegenstand der Ermittlungen, wie ein Polizeisprecher erklärte.

Neun Menschen wurden wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt, ein Polizist wurde von einem Gegenstand getroffen und leicht verletzt. Auch ein tatverdächtiger Bewohner trug leichte Verletzungen davon. Insgesamt waren am Dienstag knapp 100 Beamte im Einsatz, darunter auch Beamte eines Spezialeinsatzkommandos aus Mittelfranken. Die Ermittler schätzen den Schaden auf etwa 100 000 Euro.

Anfang August waren in Bayern sieben Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen in sogenannte Ankerzentren umgewandelt worden. Die Einrichtungen sollen Asylverfahren von Migranten beschleunigen, die kein Bleiberecht haben. Die Wohneinrichtung in Bamberg bietet Platz für bis zu 3400 Menschen, momentan wohnen dort nach Angaben der Polizei rund 1250 Asylbewerber.


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