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USA heben Sanktionen gegen russischen Rusal-Konzern auf

Lesezeit: 1 min
20.12.2018 17:25
Die USA haben die Sanktionen gegen die russische Aluminium-Firma Rusal aufgehoben.
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Das US-Finanzministerium hat die Sanktionen gegen den Aluminium-Produzenten Rusal, dessen Mutterkonzern En+ sowie JSC EuroSibEnergo (ESE) aufgehoben. Alle drei Firmen werden vom russischen Oligarchen Oleg Deripaska kontrolliert. Die Sanktionen gegen Deripaska bleiben bestehen. Die drei Unternehmen haben zugesagt, den Anteil Deripaskas zu verringern. So soll seine Beteiligung an En+ von derzeit rund 70 Prozent auf 44,95 Prozent reduziert werden, wie das US-Finanzministerium mitteilte.

US-Finanzminister Steve Mnuchin sagte: "Das Finanzministerium hat diese Unternehmen wegen ihres Eigentums und ihrer Kontrolle durch den sanktionierten russischen Oligarchen Oleg Deripaska sanktioniert, nicht wegen des Verhaltens der Unternehmen selbst. Diese Unternehmen haben sich verpflichtet, Deripaskas Besitz erheblich zu verringern und seine Kontrolle zu beenden. Die Unternehmen unterliegen der ständigen Einhaltung der Vorschriften und sind mit schwerwiegenden Konsequenzen konfrontiert."

Anfang November 2018 hatte Rusal bekanntgegeben, den Hauptsitz des Unternehmens von der Insel Jersey nach Russland zu verlagern. Die Insel Jersey ist direkt der britischen Krone unterstellt.

"Nach sorgfältiger Prüfung hat der Verwaltungsrat entschieden, dass dieser Schritt im Interesse des Unternehmens und der Aktionäre am besten sei", meldet Rusal in einer Mitteilung. Der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge kommen als neue Sitze zwei neue russischen Offshore-Inseln in Betracht. Die erste Offshore-Zone befindet sich auf der Insel Russki im Japanischen Meer und zweite in Oktjabrski - der Insel auf dem Pregolja-Fluss in der russischen Enklave Kaliningrad. Ausländische Unternehmen, die sich in diesen Regionen registrieren lassen, profitieren von speziellen Steuervorschriften, einschließlich Steuerfreiheit auf Gewinne, die als Dividenden ausgeschüttet werden. Im Gegenzug verlangt die russische Regierung von den Unternehmen eine vollständige Transparenz.

"Diese ,russischen Offshores' werden einen speziellen Steuer- und Verwaltungsmechanismus bieten, der es Unternehmen ermöglicht, innerhalb kurzer Zeit mit minimalen Kosten und vollständig ausschließlichen Rechten und Pflichten in ein Gebiet der russischen Gerichtsbarkeit zu ziehen", zitiert die Nachrichtenagentur Tass den  russischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Maksim Oreschkin.

Am 6. April hatten die USA den Geschäftsmann Oleg Deripaska und seine Unternehmen, darunter Rusal und En+ auf die Sanktionsliste gesetzt. Dies sorgte unter vielen russischen Oligarchen, die Vermögenswerte in den USA halten, für Unruhe, so Bloomberg.

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