Politik

Brasilien: Militär lehnt Errichtung von US-Stützpunkt ab

Lesezeit: 1 min
07.01.2019 17:20
Brasilianische Militärs sind gegen die Errichtung eines US-Stützpunkts in Brasilien. Doch der neue Präsident Bolsonaro unterstützt diesen Plan.
Brasilien: Militär lehnt Errichtung von US-Stützpunkt ab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Ein Sprecher der brasilianischen Militärs sagte dem englischsprachigen Dienst von Reuters unter der Bedingung der Anonymität, dass der Plan von Präsident Jair Bolsonaro, wonach ein US-Stützpunkt auf brasilianischem Boden errichtet werden soll, vom brasilianischen Militär "nicht gut aufgenommen" wurde. Bolsonaro hatte in einem Fernsehinterview gesagt, dass mit der Errichtung eines US-Stützpunkts in Brasilien Russlands Einfluss in Venezuela entegegengewirkt werden könnte. Das brasilianische Verteidigungsministerium erklärte am Samstag, es sei über einen solchen Vorschlag von Bolsonaro nicht informiert worden.

"Der Präsident hat mit dem Verteidigungsminister nicht darüber gesprochen", sagte Major Sylvia Martins, eine Sprecherin des Ministeriums. Dem brasilianischen Blatt Veja zufolge würden sich drei hochrangige Generäle und drei Offiziere gegen diesen Plan stellen, da Bolsonaros Plan "unnötig und unzeitgemäß" sei. Konkret geht es um den Luftwaffenstützpunkt "Alcântara Launch Center" in Maranhão.

Brasiliens Außenminister Ernesto Araújo sagte hingegen, Bolsonaro sei bereit, die Errichtung eines US-Stützpunkts zu gestatten. Dieses Vorhaben werde im März 2019 beim Besuch Bolsonaros in Washington D.C. besprochen werden, sagte er. Veja zitiert den Außenminister: "Der Präsident schließt diese Möglichkeit nicht aus. Wir haben großes Interesse an einer verstärkten Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten in allen Bereichen. Das ist etwas, worüber gesprochen werden muss. Es würde kein Problem in der Frage einer solchen Präsenz geben."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Altkanzler Schröder warnt erneut eindringlich vor Baerbock

Altkanzler Gerhard Schröder warnt zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage vor der neuen Außenministerin. Diese beginnt bereits, mehr Macht...

DWN
Politik
Politik Erster Baerbock-Spruch als Außenministerin: „Deutschland und Frankreich gehören ewig zusammen“

Die neue Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Bedeutung der Europäischen Union für Deutschland und die Freundschaft zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Zwei weitere Gasversorger stellen Belieferung ihrer Kunden ein

Die bundesweit tätigen Marken gas.de und Grünwelt haben die Belieferung ihrer Kunden eingestellt.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Geldpolitik: Wer profitiert von 5,2 Prozent Inflation?

Die Sparer ächzen unter den hohen Inflationsraten und den jahrelangen Nullzinsen. Doch es gibt auch Gewinner der EZB-Politik. Kritische...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Industrie: Ohne fossile Energiequellen gehen alle Lichter aus

Die deutsche Industrie ist zwingend auf fossile Energieträger angewiesen. Daran wird sich allen Träumereien der Politik zum Trotz auch...

DWN
Politik
Politik Warum China im Ukraine-Konflikt nicht Partei ergreifen kann

China hat weder die Fähigkeit noch den Willen, im Russland-Ukraine-Konflikt Partei zu ergreifen. In beiden Staaten hat China handfeste...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission will Sanktionsinstrument gegen externe Einmischung schaffen

Die EU-Kommission will ein Instrument schaffen, mit dem sie weitreichende Eingriffe in die Handelspolitik der Mitgliedsstaaten tätigen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chipmangel hält VW noch mindestens im ersten Halbjahr 2022 in Atem

Der Chipmangel wird Volkswagen bis weit ins kommende Jahr hinein zu schaffen machen.